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Ökumenisches Heiligenlexikon

Richarius (Riquier) von Centula

Gedenktag katholisch: 26. April

Name bedeutet: der starke Mächtige (althochdt.)

Priester, Einsiedler
* 6. Jahrhundert in Centula, heute St-Riquier an der Somme in Frankreich
† um 645 im Wald bei Crézy, am Ort des späteren Klosters nahe Forest-Montiers in Frankreich

Kartenskizze

Riquier wurde der Überlieferung nach von den irischen Missionaren Fichori und Chaidocus zum Christentum bekehrt und zum Priester geweiht. Er wirkte dann als Priester in seiner Heimat, bis er von König Dagobert beschenkt wurde und nach England reiste, um Gefangene zu befreien. Um 640 zog er sich zurück und lebte im Wald bei Crézy - dem heutigen Forest-Montiers - als Einsiedler.

Nach seinem Tod wurde Riquiers Leichnam in seinen Heimatort überführt. 950 überführte Graf Arnulf I. die Gebeine nach Montreuil - dem heutigen Montreuil-sur-Mer, dann ins Kloster St-Bertin - im heutigen St-Omer; 980 führte Hugo Capet sie nach St-Riquier zurück. Über dem Grab von Riquier entstand eine Abtei, die später ebenso wie die Stadt nach ihm benannt wurde.

Riquiers Lebensgeschichte wurde wohl Ende des 7. Jahrhunderts verfasst. Kurz nach 800 wurde sie auf Bitten von Abt Angilibert durch Alkuin überarbeitet, der sein Werk Karl dem Großen widmete.

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon



Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://www.fa.org/community/webcreator/webadmin/p_slidetemplate2.cfm?slideid=3070&slideshowid=323&the_start=2&start_th=1
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999