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Rita - mit vollem Namen wohl Margherita Lotti - Mancini wurde in der Kollegiatskirche San Maria della Visitazone in Cascia getauft und später gegen ihren Willen zur Ehe mit Paolo di Ferdinando gezwungen. Nach 18 Ehejahren wurde ihr gewalttätiger Mann 1401 ermordet. Die beiden Söhne Gian Giacomo und Paolo Maria schworen Blutrache, Rita betete, dass sie lieber sterben sollten als zu Mördern werden, was 1402 tatsächlich geschah. Rita wollte nun als Augustiner-Eremitin ins Kloster in Cascia eintreten, wurde aber abgewiesen. Die Überlieferung berichtet, dass daraufhin Johannes der Täufer, Augustinus und Nikolaus von Tolentino in einer nächtlichen Vision der Rita erschienen und sie zur Klosterpforte führten, worauf sie eingelassen wurde. Nach mehrmaliger Abweisung wurde sie 1407 tatsächlich aufgenommen.
Rita fĂĽhrte nun ein Leben in strengster Entsagung und BuĂźe. Ihre mystischen Erfahrungen reichten bis zur Stigmatisierung durch die Wundmale der Dornenkrone Jesu Christi im Jahr 1432: ein Dorn aus Jesu Krone bohrte sich in ihre Stirn, sie trug von da ab die schmerzende und offene Wunde 15 Jahre lang bis zu ihrem Tod. Vor ihrem Ableben habe sie gebeten, ihr eine Rose aus dem Garten zu bringen; obwohl es bitterkalter Winter gewesen sei, habe ein RosenstrauĂź geblĂĽht.
Ritas unverwester Leichnam in der Basilika
Santa Rita in Cascia 
Bald nach Ritas Tod geschahen an ihrem Grab viele Wunder, schnell verbreitete
sich ihr Verehrung als Helferin in aussichtslosen Nöten
. Zehn Jahre nach ihrem
Tode wurde ihr unversehrter Leib in die Sakristei ihres Klosters ĂĽbertragen.
1937 wurde in Cascia neben dem alten Kloster eine Basilika
gebaut, sie ist ein vielbesuchter Wallfahrtsort:
in Italien ĂĽbertrifft nur Antonius
und inzwischen Padre Pio
Rita an VolkstĂĽmlichkeit. Am Abend vor ihrem Gedenktag wird Cascia jedes Jahr mit
tausenden Fackeln und Kerzen erleuchtet; am Gedenktag fĂĽhrt eine Prozession von
ihrem Geburtsort Roccaporena
nach Cascia, wo dann Szenen aus ihrem Leben nachgespielt werden. In Erinnerung
an das Rosenwunder werden in Italien am 22. Mai sogenannte Rita-Rosen
geweiht. Eine Bruderschaft, 1904 in Rom
gegrĂĽndet, fĂĽhrt ihren Namen. Auch in SĂĽdamerika und auf den Philippinen sind
ihr viele Kirchen geweiht.
Rosensegnung in der Kirche S. Agostino in Rom : Die Rosen werden der Statue der Heiligen Rita kurz ans Herz gelegt
In Deutschland wurde die Gemeinschaft der Ritaschwestern
1911 vom
Augustinerpater Hugolinus
Dach in WĂĽrzburg
gegrĂĽndet. Eine Wallfahrt zur heiligen Rita
findet jedes Jahr am 22. Mai in Mainz
in der Josephskirche statt.
Kanonisation:
Rita wurde 1627 von Papst Urban VIII. selig- und am 24. Mai 1900 von Papst Leo XIII.
heiliggesprochen.
Attribute:
mit Kreuz, Wunde an der Stirn, Rose
Patronin
der Wursthersteller; in aussichtslosen Anliegen und Examensnöten; gegen Pocken
Bilder aus den Santuarien in Cascia und Roccaporena
Bild in der Kathedrale
in Terni 
Die
Kongregation der Ritaschwestern
informiert auf ihrer Homepage
ĂĽber den Orden und sein Wirken.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon