Melodos
der Sänger
Gedenktag katholisch: 1. Oktober
Gedenktag orthodox: 1. Oktober
Gedenktag armenisch: 4. Oktober
liturg. Feier am 2. Samstag nach dem Kreuzerhöhungssonntag
Name bedeutet: der Römer (griech.)
Die allheiligste Gottesgebärerin Maria
gibt Romanos einen Papyrus zu essen, worauf er zum Sänger wird 
Romanos, Sohn christlicher Eltern mit wohl jüdischer Abstammung, erhielt in Berytos - dem heutigen Beirut - eine juristische Ausbildung, wurde dann dort um 510 zum Diakon geweiht und wirkte an der Auferstehungskirche. Zur Zeit des Kaisers Anastasios I. kam er nach Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul und wirkte als KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. an der Marienkirche in der Kyros-Stiftung, später vielleicht auch an der Hagia Sophia; möglicherweise war er auch als Vorsänger am Kaiserhof tätig. Die Legende berichtet, dass er neben der Maria geweihten Kirche wohnte; diese sei ihm am Abend der Geburt Christi im Traum erscheinen, habe ihm ein Papyrusblatt gereicht und befohlen, dieses zu verschlingen. Nachdem er das getan hatte, erwachte er, bestieg den Ambon und begann zu singen. Romanos wurde daraufhin bekannt.
Romanos wurde der überragende Vertreter des Kontakions
, der Hymnen mit
rhythmischen Strophen, die der Verkündigung dienen. Seine Hymnen sind in
besonerer Weise lebendig, mit Liebe zum Detail und bildreicher Sprache, oft
mit Dialogen und Antithesen und oft geprägt von der Form der Hymnen des Alten
Testaments. Ihm werden etwa tausend Hymnen auf die Feste des Kirchenjahrs und
auf die Gedenktage von Heiligen zugeschrieben. Etwa 90 ihm zugeordnete Hymnen
sind erhalten, davon gelten 60 als authentisch. Ein Epigramm beschreibt Romanos,
wohl kurz nach seinem Tod: Der Teil hat am Chor der Engel im Himmel / singt
auch auf Erden jene (himmlischen) Melodien!
Catholic Encyclopedia
Catholic Encyclopedia (2)
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
Miniatur: Romanos, schlafend; Maria
steht hinter ihm und hält ihm eine verschnürte Schriftrolle an den Mund, auf
dass er diese verschlinge. Ende des 10. Jahrhunderts, aus dem Menologion
des
byzantinischen Kaisers Basileios II., heute im Vatikan 
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