Ökumenisches Heiligenlexikon

Romanus Bange

Gedenktag katholisch: 21. Juli

Name bedeutet: der Römer (latein.)

Ordensmann, Priester
* 3. Januar 1880 in Bochum in Nordrhein-Westfalen
† 21. Juli 1941 daselbst

Kartenskizze

Romanus Bange wurde 1897 in Warendorf in den Franziskanerorden aufgenommen und 1907 in Paderborn zum Priester geweiht. Er war ein wortgewandter Prediger, schon kurz nach seiner Priesterweihe sprach er vor 2000 Gläubigen auf dem Heiligenberg bei Corvey. Auch bei der Marienwallfahrt nach Verne hinterließen seine Predigten großen Eindruck. 1910 wurde er von Bischof Karl Joseph Schulte als Domprediger nach Paderborn berufen. Im 1. Weltkrieg war er als Krankenpfleger und Seelsorger bei den Maltesern im Einsatz.

Im August 1918 trat Romanus Bange sein Amt als Domprediger in Paderborn wieder an, gleichzeitig war er Vikar des Franziskanerkonvents. 1932 wurde er Pfarrer der neuen Pfarrgemeinde Christ-König in Bochum. Im Advent 1937 wurde er erstmals bei den nationalsozialistischen Herrschern denunziert und eine Woche inhaftiert. Der Druck des Regimes auch auf die Orden nahm zu, auch das kleine Kloster in Bochum wurde im Juli 1944 von der Gestapo besetzt. Kurz darauf erlag Pater Romanus seinem Herzleiden. Seine Beerdigung wurde zu einer eindrucksvollen Massenkundgebung gegen das Regime der Nationalsozialisten: über 6000 Menschen nahmen teil.

2007 wurde zu Ehren von Romanus Bange ein Stein der Aktion Stolperstein vor die Christ-König-Kirche in Bochum gelegt.





Quellen:
• Fabian Hucht, E-Mail vom 5. November 2007