Gedenktag katholisch: 18. November
Gedenktag orthodox: 18. November
Gedenktag armenisch: 19. November
liturgische Feier am 9. Donnerstag nach dem Kreuzerhöhungssonntag
Name bedeutet: der Römer (griech.)
Francisco de Zurbarán: Romanus und Barulas, 1638, im Art Institute in Chicago

Romanus war Diakon und Exorzist der Kirche von Cäsarea. In der Zeit der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian besuchte er die Christen in Antiochia; er beobachtete, wie Christen schwach wurden, den Verordnungen des Kaisers gehorchten und Götzenopfer darbrachten. Er rief die Christen zum Widerstand auf, daraufhin wurde er verhaftet und zum Feuertod verurteilt. Dann aber wurde er doch erst vor den Kaiser Diokletian - oder Galerius - gebracht, daraufhin gemartert: ihm wurde die Zunge herausgeschnitten, schließlich wurde er im Kerker stranguliert.
Von Romanus berichtete zuerst Eusebius von Cäsarea. Die Verehrung verbreitete sich im Osten wie im Westen. Seine Leidensgeschichte wurde immer weiter ausgeschmückt, auch von Johannes Chrysostomus.
Zusammen mit Romanus sei demnach auch der siebenjährige Knabe Barulas gemartert worden - wohl eine Verwechslung mit Barlaam, der zum selben Tag im Martyrologium des Hieronymus verzeichnet ist. Andere lateinische Martyrologien nennen als weiteren Gefährten Hesychius.
Martyrologium Romanum Flori-Legium
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon