Gedenktag katholisch: 3. September
Name bedeutet: ruhmreicher Wolf (german. - althochdt.)
Rudolf Mandrella wuchs nach dem frühen Tod seines Vaters in ärmlichen
Verhältnissen auf. 1923 begann er als mittelloser Student in Berlin
mit dem Jura-Studium, 1933 legte er die zweite juristische Staatsprüfung
ab. 1936 heiratete er, aus der Ehe gingen drei Söhne hervor. 1939 wurde
Mandrella zum Amtsgerichtsrat ernannt. Er war tief religiös und stand dem
Nationalsozialismus sehr ablehnend gegenüber. 1941 meldete er sich freiwillig
zur Kriegsmarine und bekam in Stettin - dem heutigen Szczecin
- Kontakt mit dem Standortpfarrer Herbert Simoneit, der zur Gruppe um den
katholischen Priester Carl
Lampert gehörte. Anfang 1943 wurde Mandrella wegen regimekritischer Äußerungen,
die er in diesem Kreis gemacht hatte, denunziert und im Februar verhaftet.
Das Reichskriegsgericht verurteilt ihn am 12. Mai 1943 wegen Zersetzung der
Wehrkraft
zum Tode, im September wurde er unter dem Fallbeil ermordet.
In Berlin-Köpenick wurde der Mandrella-Platz nach Rudolf Mandrella benannt.
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