Ökumenisches Heiligenlexikon

Rudolf Mandrella

Gedenktag katholisch: 3. September

Name bedeutet: ruhmreicher Wolf (german. - althochdt.)

Märtyrer
* 3. März 1902 in Auschwitz, heute Oświęcim in Polen
† 3. September 1943 in Brandenburg an der Havel in Brandenburg

Rudolf Mandrella

Rudolf Mandrella

Rudolf Mandrella wuchs nach dem frühen Tod seines Vaters in ärmlichen Verhältnissen auf. 1923 begann er als mittelloser Student in Berlin mit dem Jura-Studium, 1933 legte er die zweite juristische Staatsprüfung ab. 1936 heiratete er, aus der Ehe gingen drei Söhne hervor. 1939 wurde Mandrella zum Amtsgerichtsrat ernannt. Er war tief religiös und stand dem Nationalsozialismus sehr ablehnend gegenüber. 1941 meldete er sich freiwillig zur Kriegsmarine und bekam in Stettin - dem heutigen Szczecin - Kontakt mit dem Standortpfarrer Herbert Simoneit, der zur Gruppe um den katholischen Priester Carl Lampert gehörte. Anfang 1943 wurde Mandrella wegen regimekritischer Äußerungen, die er in diesem Kreis gemacht hatte, denunziert und im Februar verhaftet. Das Reichskriegsgericht verurteilt ihn am 12. Mai 1943 wegen Zersetzung der Wehrkraft zum Tode, im September wurde er unter dem Fallbeil ermordet.

In Berlin-Köpenick wurde der Mandrella-Platz nach Rudolf Mandrella benannt.





Quellen:
• http://www.gdw-berlin.de/bio/ausgabe_mit.php?id=380
• Helmut Moll (Hg.): Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts. Bd. 1, Ferdinand Schöningh, Paderborn 1999
• http://www.erzbistumberlin.de/erzbistum/das-erzbistum-im-ueberblick/geschichte/opfer-der-gewaltherrschaft/