Ökumenisches Heiligenlexikon

Rumold von Mechelen
auch: Rumbold
französisch: Rombaut, Rombout

Gedenktag katholisch: 24. Juni
Rückführung der Gebeine: 27. Oktober

Name bedeutet: der ruhmvoll Waltende (althochdt.)

Einsiedler, Bischof von Dublin (?), Märtyrer (?)
* in Irland oder Schottland
† 775 (?) in Mechelen in Belgien (?)

Kartenskizze Kartenskizze

Die Legende erzählt, dass Rumold - angeblich Sohn des schottischen Königs David - als Glaubensbote zusammen mit Bonifatius, Lambert von Maastricht, Liafwin und Willibrord wirkte, nach Rom reiste und am Ende seines Lebens als Einsiedler in der Gegend um Mechelen in Belgien wohnte, wo er von Räubern erschlagen wurde. Gemeinsam mit Guntmar von Nivesdonck habee er das Kloster in Lier bei Antwerpen gegründet.

Eine spätere Überlieferung kennt Rumold als Bischof von Dublin, der sein Amt niederlegte und als Glaubensbote nach Mechelen ging.

Die ersten legendarischen Nachrichten stammen aus dem 11. Jahrhundert, eine Lebensgeschichte eines unbekannten Verfassers aus dem 15. Rumolds Ermordung habe 1775 eine Untersuchung der Gebeine bestätigt.

Attribute: als Bischof, Axt, Sense
Patron von Mechelen


Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999
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