Gedenktag katholisch: 4. März
Name bedeutet: der Ruhmreiche, Glänzende (germanisch - althochdt.)
Rupert war Benediktinermönch in Lüttich (Liège), dann Abt in Deutz - dem heutigen Stadtteil von Köln.
Rupert war ein ungemein produktiver Denker, der eine Fülle von Schriften zu theologischen Fragen hinterlassen hat, so zur Realpräsenz in der EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. und zur Prädestinationslehre. Eine Neuheit seines theologischen Schaffens war, dass er die Schriftauslegung unter einen thematischen Schwerpunkt stellte; so entwickelte er aus seinem Mathäuskommentar eine Christologie und aus dem Kommentar zum Hohenlied eine Lehre über Maria. Dabei verfolgte er das Ziel, einzelne Themen des Glaubens aus der Mitte der gesamten Offenbarung der Heiligen Schrift heraus zu betrachten.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon