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Pietro Lorenzetti: Sabinus vor dem Herrscher (Ausschnitt), 1342, in der National Gallery in
London

Sabinus gilt als Bischof, der an unbekanntem Ort wirkte. Einer Überlieferung zufolge er in den Verfolgungen unter Kaiser Maximianus zusammen mit seinen Diakonen Exuperantius und Marcellus und weiteren Gefährten in Assisi gefangen genommen und nach vielen Martern in Spoleto hingerichtet. Andere Überlieferung nennt ihn Bischof von Fermo, wo er ebenfalls als Märtyrer verehrt wird, der mit drei Kugeln aus Stein zu Tode geschlagen wurde.
Sabinus wurde bald schon hoch verehrt. Gut bezeugt ist seine Verehrung in der
Kirche, die im 5. Jahrhundert an der überlieferten Stelle seines Grabes vor der
Stadt Spoleto
erbaut wurde. Sein Grab war eine wichtige Wallfahrtsstätte,
er war einer der beliebtesten Heiligen in Mittelitalien. Auf Mosaiken in
Ravenna
aus dem Anfang des 6. Jahrhunderts ist er dargestellt. Im Mittelalter wurden
Reliquien in zahlreiche Städte in
Mittelitalien überführt, die sich seiner als Bischof oder Einsiedler rühmen,
so z.B. Assisi
oder Fermo,
das die Überlieferung bewahrt, die Reliquien von Papst Gregor
dem Großen
erhalten zu haben, was aus einem von ihm geschrieben Brief
an den damaligen Bischof von Fermo geschlossen werden könne. Reliquien kamen 1191
auch nach Windberg
bei Straubing in Bayern.
Statue, 1776, auf dem Domhügel
in Fermo 
Patron
von Spoleto,
Siena,
Assisi
und Fermo
Filippo Ricci: Maria Immaculata mit Sabinus
(links) und == Sabulus, 1790, im Dom
in Fermo 
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