Ökumenisches Heiligenlexikon

Samson von Dol

Gedenktag katholisch: 28. Juli

Name bedeutet: die kleine Sonne (hebr. - latein.)

Abt in Llantwit, Bischof von Dol
* um 490 in der Grafschaft Glamorganshire in Wales
† 28. Juli 565 (?) in Dol-de-Bretagne in Frankreich

Kartenskizze Kartenskizze

modernes Kirchenfenster

modernes Kirchenfenster

Samsons Geschichte ist nur bekannt aus seiner Vita, deren Datierung ist umstritten zwischen Anfang des 7. und Anfang des 9. Jahrhunderts. Demnach stammte er aus einer hohen Adelsfamilie in Wales, wurde in der berühmten Schule von Iltut in Llanwit ausgebildet und von == Dubritius zum Diakon, zum Priester und schließlich zum Abt und Klosterbischof im Kloster Pirus in Llantwit in Wales geweiht. Nach einer Reise nach Irland ging er in die Bretagne und errichtete um 525 die Kirchen von Dol-de-Bretagne und Pental - das heutige St-Samson-de-la-Roque - und das Kloster in Dol-de-Bretagne. Auf der SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. von Paris um 560 wurde er zum Bischof von Dol ernannt.

Samsons Lebensgeschichte ist beeinflusst von der, die Sulpicius Severus über Martin von Tours verfasste. Eine Umarbeitung aus der Mitte des 9. Jahrhunderts hatte offensichtlich den Zweck, einen eigenen Metropolitananspruch von Dol-de-Bretagne gegenüber Tours zu begründen. Um 920/930 wurden seine Reliquien wegen der Normanneninvasion nach Orléans übertragen. Eine Handschrift des Martyrologium des Hieronymus aus Fontenelle - dem heutigen St-Wandrille - von 772 kennt ihn nur als Abt, nicht als Bischof.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

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Quellen:
• http://www.autobahnkirche.de/dc/hk/FMPro?-db=namenstag.fp5&-format=record%5fdetail.htm&-lay=layout &Name=samson&-recid=34840&-find=
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999