Ökumenisches Heiligenlexikon

Sergius

Gedenktag katholisch: 7. Oktober

Gedenktag orthodox: 7. Oktober

Gedenktag armenisch: 7. Oktober
liturgische Feier am 3. Donnerstag nach Pfingsten

Gedenktag koptisch: 7. Oktober
Weihe der Kirche in Rusafa: 15. November

Gedenktag syrisch-orthodox: 7. Oktober

Name bedeutet: der Diener / aus dem (altröm.) Geschlecht der Sergier (latein.)

Märtyrer
† um 305 in Rusafa, später Sergiopolis, heute Ruinen in Syrien

Kartenskizze

Sergius und Bacchus waren der Legende nach hohe Offiziere der römischen Armee bei den Grenztruppen in Syrien. Sie wurden um ihres Glaubens willen denunziert, zum Opfer vor dem Standbild des Götzen Jupiter aufgefordert und nach ihrer Weigerung verhaftet. Sergius wurde enthauptet.

Am Grab von Sergius und Bacchus in Rusafa - heute Ruinen - am Rand des Euphrattales in Syrien entstand ein reger Märtyrerkult, von hier aus verbreitete sich das Christentum in der ganzen Gegend. Anfang des 5. Jahrhunderts ließ Bischof Alexander von Hierapolis in Phrygien in Rusafa eine große Basilika über ihrem Grab errichten. Kaiser Justinian sandte Weihegeschenke dorthin, dasselbe tat der heinische Perserkönig Chosrau II. Reliquien der beiden Märtyrer wurden im ganzen Orient verbreitet und kamen auch in den Westen. Gregor von Tours rühmte die Märtyrer und kannte Reliquien. Ein Sergius geweihtes Oratorium in Rom wurde von Papst Gregor III. restauriert.

Ruine der Basilika für Sergius und Bacchus in Rasafah

Ruine der Basilika für Sergius und Bacchus in den Ruinen von Rusafa

Sergius wird in Triest besonders verehrt. Der Überlieferung nach war er als Offizier zunächst dort stationiert und pflegte Freundschaft mit den Christen der Stadt. Als seine Versetzung nach Syrien anstand versprach er, den zurückgeblibenen Gläubigen ein Zeichen zu senden, wenn er den Märtyrertod erlitten habe. Nachdem er denunziert und getötet worden war, ereignete sich in Tergeste - dem heutigen Triest - das Wunder, dass seine Hellebarde vom Himmel mitten auf die Piazza der Stadt fiel; dies war das Zeichen, das er seinen Freunden versprochen hatte. Sergius' Hellebarde, die der Legende nach nicht rostet und ihre Vergoldung nicht verliert, ist in der Schatzkammer der Kathedrale von San Giusto erhalten und wurde zum Wahrzeichen der Stadt.

Patron von Triest; des Militärs

Catholic Encyclopedia

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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Quellen:

• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000
• Daniela Climich Rotta: Der Hügel und die Kathedrale San Giusto. Edizioni Italo Svevo, Triest 2009