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Glasfenster: Sidonius Apollinaris, in der Kathedrale in Clermont-Ferrand
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Der als Sidonius Apollinaris bekannt gewordene, früh schon als Dichter Berühmte hieß mit vollem Namen Gaius Sollius Apollinaris Sidonius. Er stammte aus gallisch-römischem Adel, erhielt eine gute rhetorische Ausbildung und heiratete die Tochter des späteren Königs Avitus. Er wurde 468 römischer Präfekt; für die Dichtung seiner Elogen auf den Kaiser erhielt er eine Statue im Forum Romanum in Rom.
469 / 470 wurde er zum Bischof von Clermont - dem heutigen Clermont-Ferrand - gewählt, dem zugleich auch die weltliche Verwaltung oblag. Als die Westgoten die Stadt belagerten, trat Sidonius 475 die Auvergne an König Eurich ab; er musste deshalb sein Amt niederlegen, konnte aber bald wieder zurückkehren. Sidonius setzte sich mit dem westgotischen König, einem Anhänger des Arianismus, auseinander und forderte die Wiederbesetzung der Bistümer mit katholischen Amtsinhabern. In seinem eigenen Bistum kümmerte er sich um Notleidende und förderte das geistliche Leben.
Besonders Sidonius' Wirken als Dichter wirkte nach, bis ins 13. und 17. Jahrhundert. Überliefert sind 24 Gedichte, die er 469 veröffentlichte, und eine Sammlung von Briefen in neun 477 bis 481 publizierten Büchern.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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