Ökumenisches Heiligenlexikon

Sieben heilige Diebe von Korfu

Gedenktag katholisch: 29. April
Gedenktag orthodox: 28. April
Diebe, Märtyrer
† 63 auf Korfu in Griechenland

Euphrasius, Faustianus und Januarius (oben von links), Mammius, Jakischolus, Saturninus und Marsalius (Mitte von links) mit Antonios, Kerkyra und Murinus (Christodoulos) (unten von links)

Euphrasius, Faustianus und Januarius (oben von links), Mammius, Jakischolus, Saturninus und Marsalius (Mitte von links) mit Antonios, Kerkyra und Murinus (Christodoulos) (unten von links)   

Als Jason und == Sosipatros vom Statthalter von Korfu ins Gefängnis geworfen worden waren, trafen sie dort die sieben Diebe Saturninus, Jakischolus (Inischolus, Janischolus), Faustianus, Januarius, Marsalius, Euphrasius und Mammius. Sie bekehrten diese zu Christus, woraufhin auch diese hingerichtet wurden in einem Kessel mit geschmolzenem Teer, Wachs und Schwefel.

Das Martyrium der sieben Diebe bekehrte Antonios, den Gefängniswärter. Der vernahm den Wohlgeruch, der aus der Zelle mit den sieben Dieben nach deren Bekehrung strömte und hörte Gesang von vielen Stimmen. Daraufhin warf er sich den Sieben zu Füßen, man reichte Jason Wasser und er taufte ihn und die sieben Diebe. Soldaten sollten Antonios festnehmen, doch auch sie vernahmen Gesänge und sahen einen Jüngling mit Kreuz in der Rechten und kehrten deshalb unverrichteter Dinge zurück. Der Statthalter begab sich nun selbst ins Gefängnis und verspottete Antonios. Als dieser daraufhin aber betete und sofort ein Blitz die Frau des Statthalters und ihre beiden Söhne erschlug, wurde Antonios enthauptet.

Zusammen mit den sieben Dieben starben auch Kerkyra und Murinus (Christodoulos).





Quellen:
• Albrecht Berger: Kerkyllinos und Kerkyra oder: Wie Korfu christlich wurde. In: Sofia Kotzabassi und Giannis Mavromatis (Hg.): Realia Byzantina, Walter de Gruyter, Berlin 2009


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