Ökumenisches Heiligenlexikon

Silvester Gozzolini
auch: Guzzolini
italienischer Vorname: Silvestro

Gedenktag katholisch: 26. November
nicht gebotener Gedenktag im Benediktiner- und Zisterzienserorden

Name bedeutet: der Waldmann (latein.)

Ordensgründer, Abt
* um 1177 in Osimo bei Ancona in Italien
† 26. November 1267 auf dem Monte Fano bei Fabriano in Italien

Kartenskizze

Wandbild im Kloster in Montefano bei Fabriano

Wandbild im Kloster Montefano bei Fabriano

Silvester Gozzolini studierte Jura, dann Theologie und wurde Kanoniker in Osimo. Als er etwa 50 Jahre alt war starb sein Freund, er war so erschüttert, dass er beschloss, Einsiedler zu werden. Er lebte ab 1227 zunächst in der Höhle Grottafucile bei Serra San Quirico unweit Osimo, wo sich ihm bald einige Schüler anschlossen. Wohl 1231 gründete er dann auf dem Monte Fano bei Fabriano ein heute nach ihm benanntes Kloster nach der Regel der Benediktiner, die Silvester im Geist der Einsiedler und eines Bettelordens interpretierte. Bis zu seinem Tod waren schon 12 Klöster mit 120 Mönchen entstanden.

Hieraus entstand die Kongregation der Silvestriner, die 1248 von Papst Innozenz IV. anerkannt wurde. Silvesters Lebensgeschichte verfasste 1274 - 1282 Andrea di Giacomo von Fabriano.

Kanonisation: Silvester Gozzolini wurde 1598 heiliggesprochen.

Kloster Monte Fano heute Bilder aus dem Kloster Monte Fano


Catholic Encyclopedia

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon


Quellen:

• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000
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