Narr in Christus
Gedenktag katholisch: 21. Juli
Gedenktag orthodox: 21. Juli
Gedenktag armenisch: 21. Juli
Name bedeutet: die Erhörung (hebr.)
Simeon und == Johannes kamen der Überlieferung nach bei einer Wallfahrt
ins Kloster des Gerasimos
nach Jerusalem
und lebten dann 40 Jahre lang mit asketischen Übungen in der Wüste. Simeon ging
dann nach Emesa - dem heutigen Hims
- und lebte dort als ein Narr
in Christus
: in großer Freiheit und Offenheit konnte er - unerkannt und
ohne sich an höherer Stelle verantworten zu müssen - Zugang zu Reichen und
ebenso zu Verstoßenen finden. Er verhalf ihnen durch groteske Provokation zur
Erkenntnis der Wahrheit und verkündigte ihnen so das Evangelium. Auch wenn er
häufig Prügel und Demütigungen einstecken musste - so z.B. als er es wagte,
nackt ein Frauenbad zu besuchen - gelang es ihm, Menschen verschiedener sozialer
Herkunft zum Nachdenken zu bewegen. Erst nach seinem Tod wurde seine wahre
Idendität erkannt.
Simeons Beispiel wirkte belebend und erfrischend auf die Nachwelt, er wurde
zum Urbild der Narren um
Christi willen
. Auch Andreas Salos
und die Traditionslinie der Jurodivyj
im russischen Mönchtum berufen sich auf
ihn.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon