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Simon Dach studierte in Königsberg - dem heutigen Kaliningrad - und in Wittenberg. 1633 wurde er Lehrer an der Domschule in Königsberg, 1636 Konrektor dieser Schule, ab 1639 war er Professor für Poesie in Königsberg. Sein poetisches Schaffen war gewaltig - sowohl dem Umfang als auch dem Gehalt nach. Dichten war ihm der höchstmögliche Ausdruck des göttlichen Wortes und Trostes. Wenn am Jüngsten Tag die letzte Erleuchtung der menschlichen Vernunft erfolgen wird, werden andere Künste überflüssig - nicht aber die Dichtkunst nach ihrem höchsten Vorbild - den Psalmen. Im Hier und Jetzt hat sie ihre Aufgabe darin, einen Vorgeschmack zu geben auf das, was sich dereinst offenbaren wird. Freude an der Schöpfung, barocke Lebensbejahung, eine lustvolle Weltzugewandtheit drücken sich in Dachs Lyrik aus, die ihren Grund im Bewusstsein haben, dass die wahre Heimat die himmlische ist, von der wir aber einen Vorgeschmack schon jetzt haben können.
Simon-Dach-Brunnen vor dem Theater in Klaipeda, gekrönt von der Figur des Ännchens von Tharau
Dach leitete den Königsberger
Dichterbund, dem auch die Liederdichter Valentin
Thilo und Heinrich Albert angehörten, und wurde als Verfasser weltlicher und
geistlicher Lieder weithin bekannt. Seine Verfasserschaft für das ihm
zugeschriebenen Ännchen von Tharau
ist ungewiss.
Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs konnte der Germanist Walther Ziesemer durch Herausgabe von Dachs Gesamtwerk dessen Schaffen sichern, denn im Krieg gingen seine Handschriften und Drucke weitgehend verloren.
Simon Dach: Was
haben wir zu sorgen
Werke
von Simon Dach gibt es beim Projekt
Gutenberg-DE zu lesen.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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