Gedenktag katholisch: 29. Mai
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Bozen-Brixen
in Chur: 14. Juli
Reliquien von Sisinnius, Martyrius und Alexander" />
Schrein mit Reliquien von Sisinnius, Martyrius
und Alexander 
Sisinnius war der Überlieferung nach Diakon, Martyrius Lektor und Alexander Ostiarier. Gut bezeugt ist, wie die drei von Bischof Vigilius von Mailand nach Trient ausgesandt wurden, damit sie im im Gebiet des heidnischen Stammes der Anauni am Fluss Noce - dem heutigen Nonstal - als Glaubensboten wirken sollten. Dort starben sie, von den Heiden getötet am Ort des heutigen Sanzeno. Die Überlieferung berichtet, wie bei einer heidnischen Flurprozession ein neu bekehrter Christ das Opfer verweigerte und der Hass der Heiden sich gegen die drei Glaubensboten richtete; sie wurden misshandelt und am nächsten Tag getötet: Sisinnius wurde mit einer Axt erschlagen, Martyrius zu Tode geschleift und Alexander mit den Leichnamen der beiden lebendig verbrannt.
Vigilius selbst sandte
Reliquien der drei zu Simplicianus
nach Mailand und sogar zu Johannes
Chrysostomus
; am Ort des Martyriums in Sanzeno
ließ er eine Basilika erbauen; die heutige
Pfarrkirche ist Sisinnius geweiht. Das Martyrium von Sisinnius und seinen Gefährten
wurde von mehreren Bischöfen damals als Beleg angeführt für die Notwendigkeit, in
der Heidenmssion auch nach dem Ende der staatlichen Verfolgung durch die
Konstantinische
Wende nicht nachzulassen.
Rasche Verbreitung fand die Verehrung von Sisinnius und seinen Gefährten, weil Asche der Märtyrer bald schon an viele Kirchen versandt wurde. Reliquien befinden sich auch in Sanzeno und im Dom von Trient.
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