Gedenktag katholisch: 17. Februar
nicht gebotener Gedenktag
Hochfest im Servitenorden
Antonio Balestra (1666 - 1740): Maria
erscheint den sieben Gründern des Servitenordens

In Florenz
kamen sieben gleichgesinnte vornehme Bürger der Stadt -
Bonfilius Monaldi, Bonajunkta Manetti (Johannes), Manettus dell'
Antella (Benedikt), Amideus Amidei (Bartholomäus), Hugo
Lippi-Ugoccioni (Ricovero), Sosteneus di Sostegno (Gerardino) und
Alexis Falconieri in der
sehr aktiven marianischen Bruderschaft mitdem Namen Diener Mariens
zusammen. 1233 vereinigten sie sich zu gemeinsamem Leben zunächst in einem armen
Haus am Stadtrand von Florenz. Sie stellten ihre Kraft ganz in den Dienst der Armen
und Kranken, gaben ihren Beruf auf und verzichteten auf ihre Güter, nachdem sie
ihre Familien versorgt und den Rest ihres Besitzes Kirchen und Armen geschenkt
hatten.
Es war die Zeit des Kampfes zwischen Kaiser Friedrich II. und dem Vatikan, zugleich die Zeit der aufblühenden Stadtstaaten und der Bürgerkriege und Parteikämpfe in Italien. 23 Jahre zuvor hatte Franziskus von Assisi die ersten Gefährten um sich versammelt, 18 Jahre zuvor Dominikus seinen Prediger- und Bettelorden gegründet.
Um 1245/47 wies ihnen der Bischof von Florenz
den Monte
Senario außerhalb der Stadt als neuen Wohnsitz zu. 1249 ließ der Bischof den
Geist und die Lebensform der Sieben von dem Dominikaner
Petrus von Veronaüberprüfen.
Bald schon kamen weitere Männer hinzu; sie lebten nun nach der Regel der Augustiner
und gaben sich eine Ordenstracht: der Servitenorden
war geboren. Er wurde 1304 durch Papst Benedikt XI.
endgültig anerkannt, was aber nur Alexis
Falconieri noch erlebte. In seinem Bestätigungsschreiben formulierte er: Ihr pflegt
eine besondere Hingabe an die glorreiche und selige Jungfrau Maria;
von ihr nahmt euren Namen, indem ihr euch demütig ihre Diener nanntet.
Reliquienschrein in der Sieben-Väter-Kapelle
auf dem Monte
Senario
So wie die Sieben als treue Bruderschaft im Leben vereint waren, wurden sie auch nach ihrem Tod gemeinsam vom Volk verehrt. Ihre Gebeine ruhen in einem Schrein auf dem Monte Senario. Der Orden ist heute in Europa, in Südafrika, Australien und ganz Amerika verbreitet.
Kanonisation:
1725 wurden die Ordensgründer seliggesprochen; 1888 sprach Papst Leo XIII. die
Sieben als ob sie eine Person wären
heilig.