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Die Legende von Suitberts Geburt erzählt, wie ein Stern, zwei Strahlen aussendend, vor seiner Geburt auf das Lager seiner Mutter stürzte; Bischof Aidan von Lindisfarne deutete ihr den Traum: der Knabe, der zur Welt käme, sei berufen, in zwei Ländern - Gallien und Germanien - zu wirken.
In York wurde Suitbert als Schüler von Egbert ausgebildet. Mit 12 angelsächsischen Gefährten kam er 690 als Glaubensbote unter Willibrord in das südliche Friesland. 692/693 wählten ihn seine Gefährten zum Bischof, er kehrte in seine Heimat zurück und wurde von Wilfrid von York zum Missionsbischof geweiht. Nach erneutem Aufenthalt in Friesland wandte er sich dann aber - wie Kirchengeschichtsschreiber Beda Venerabilis berichtete - einer selbständigen Missionstätigkeit in dem von den Brukterern besiedelten Bereich an Ruhr und Lippe. Suitberts Arbeit blieb erfolglos - auch weil die einfallenden Sachsen seine Anlagen zerstörten. Er verlegte nun seine Tätigkeit auf fränkisches Gebiet und gründete 695 auf der ihm vom Majordomus der Merowinger, Pippin dem Mittleren, und dessen Frau Plektrudis geschenkten Rheininsel das Benediktinerkloster Swidbertswerth, das später Kaiserswerth genannt wurde, dem er als Abt vorstand.
Nach seinem Tod bildeten sich um den bald als heilig verehrten Suitbert
zahlreiche Legenden. Traditionell wurde Suitbert auch als Apostel des
Bergischen Landes
bezeichnet, neuere Forschung hat aber erkannt, dass sich sein
Einfluss nur auf die engere Umgebung seiner Gründung Swidbertswerth und die
angrenzende Rheinebene erstreckt haben kann. Seine Gebeine liegen in einem
kostbaren Schrein von 1264 in der Stiftskirche in Kaiserswerth.
Kanonisation:
Papst Leo III. soll Suitbert an einem
4. September um 810 heilig gesprochen haben.
Attribute:
Stern
Patron
gegen Bräune und Halsschmerzen (Angina)
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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