die Keusche
Gedenktag katholisch: 19. Dezember
Name bedeutet: die Lilie (hebr.)
François Duquesnoy: Marmor-Statue, 1630 - 33, in der Kirche Santa Maria di Loreto in Rom
Susanna ist eine Gestalt aus dem 13., dem apokryphen Kapitel des alttestamentlichen Buches Daniel. Demnach war sie die Ehefrau eines in Babylon - dem heutigen Han-al-Mahawil - im Exil lebenden Juden und von großer Schönheit. Als sie im Garten baden wollte, wurden zwei Männer zudringlich, aber die Keusche erwehrte sich der Verehrer. Aus Rache bezichtigten sie Susanna der Unzucht mit einem jungen Mann, sie wurde zum Tod verurteilt. Daniel aber überführte die Lügner, diese wurden daraufhin gesteinigt, Susanna blieb am Leben.
Im Danielkommentar von Hippolyt wurde der Gegensatz zwischen den Ältesten und Susanna als Bild für die Auseinandersetzung zwischen Heiden und Christen interpretiert; Susannas Bad erinnere an die Taufe, ihre durch Standhaftigkeit verdiente Rettung ist Hoffnungsbild für die Christen.
Patronin
der Glocken
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Das
wissenschaftliche Bibellexikon im Internet bietet in seinem Artikel
über Susanna ausführliche und fundierte Informationen.
Artemisia Gentileschi: Susanna und die zwei Männer, 1610, im Schloss
Weißenstein in Pommersfelden
bei Bamberg 