Gedenktag katholisch: 18. Juli |
Name bedeutet: die zusammen Weggerissene (griech.) |
Märtyrerin, Märtyrer
* in Rom
† um 120 in Tivoli
bei Rom in Italien |
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Symphorosa war nach der Legende die Witwe des Märtyrers Getulius;
sie hatte demnach sieben Söhne. Als Kaiser Hadrian in Tivoli
einen neu erbauten Tempel einweihen wollte, ließ er auf die Einflüsterungen
seiner heidnischen Priester hin Symphorosa mit ihren Söhnen gefangen nehmen. Auf
ihre Weigerung, den Götzen zu opfern, erwiderte der Kaiser, dass er sie dann
selbst als Opfer darbringen werde; unerschrocken dankte Symphorosa für das
große Glück, würdig zu sein, mit meinen Söhnen als Schlachtopfer dargebracht zu
werden
. Im Herkulestempel zerschnitt man daraufhin Symphorosa das Gesicht, riss
ihr die Haare heraus, band ihr einen großen Stein um und warf sie in den nahen
Fluss. Die sieben Söhne wurden am Tag darauf an Pfähle gebunden, gequält und
getötet; das Martyrologium gibt ihre Namen an mit Crescens, Julianus,
Nemesius, Primitivus, Justinus, Stacteus und
Eugenius. Christen bargen die acht Leichname und begruben sie am neunten
Meilenstein der Via Tiburtina.
Die alte Leidensgeschichte der Symphorosa und ihrer Söhne kennt schon das
Martyrologium des Hieronymus.
Über dem Grab am 9. Meilenstein der Via Tiburtina, nahe der heutigen Pfarrkirche
S.
Maria Dell'Olivo in Rom Richtung Tivoli
wurde eine Stätte der Verehrung von Märtyrern aus einer Basilika mit angebautem
Rondell zutage gebracht. Dort wurden neben Symphorosa sieben Märtyrer verehrt;
die Legende hat sie zu ihren Söhnen erklärt.
Catholic Encyclopedia
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der
biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger.
Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000