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Ökumenisches Heiligenlexikon

Symphorosa und sieben Söhne


Symphorosa war nach der Legende die Witwe des Märtyrers Getulius; sie hatte demnach sieben Söhne. Als Kaiser Hadrian in Tivoli einen neu erbauten Tempel einweihen wollte, ließ er auf die Einflüsterungen seiner heidnischen Priester hin Symphorosa mit ihren Söhnen gefangen nehmen. Auf ihre Weigerung, den Götzen zu opfern, erwiderte der Kaiser, dass er sie dann selbst als Opfer darbringen werde; unerschrocken dankte Symphorosa für das große Glück, würdig zu sein, mit meinen Söhnen als Schlachtopfer dargebracht zu werden. Im Herkulestempel zerschnitt man daraufhin Symphorosa das Gesicht, riss ihr die Haare heraus, band ihr einen großen Stein um und warf sie in den nahen Fluss. Die sieben Söhne wurden am Tag darauf an Pfähle gebunden, gequält und getötet; das Martyrologium gibt ihre Namen an mit Crescens, Julianus, Nemesius, Primitivus, Justinus, Stacteus und Eugenius. Christen bargen die acht Leichname und begruben sie.

Die alte Leidensgeschichte der Symphorosa und ihrer Söhne kennt schon das Martyrologium des Hieronymus. Über dem Grab am 9. Meilenstein der Via Tiburtina, nahe der heutigen Pfarrkirche S. Maria Dell'Olivo in Rom Richtung Tivoli wurde eine Stätte der Verehrung von Märtyrern aus einer Basilika mit angebautem Rondell zutage gebracht. Dort wurden neben Symphorosa sieben Märtyrer verehrt; die Legende hat sie zu ihren Söhnen erklärt.

Catholic Encyclopedia

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 26.11.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000