Ökumenisches Heiligenlexikon

Synesius (Theonas, Senesius)

Gedenktag katholisch: 3. Januar
     in Radolfzell: 3. Sonntag im Juli
Gedenktag orthodox: 5. Januar
Gedenktag armenisch: 19. Januar
     liturgische Feier am Dienstag nach dem 4. Adventssonntag
Name bedeutet: der Einsichtige (griech. - latein.)
Märtyrer
† um 285 in Nikomedia in Bithynien heute Ízmit in der Türkei
Kartenskizze

Russische Ikone: Theonas (links), Theopompus (Mitte) und Synkletike (rechts)

Russische Ikone: Theonas (links), Theopompus (Mitte) und Synkletike (rechts)   

Theonas sollte als Zauberer den Bischof Theopompus auf Befehl von Kaiser Diokletian mit vergifteten Speisen töten. Das Gift konnte Theopompus aber nichts anhaben, Theonas ließ sich daraufhin taufen und erhielt den Taufnamen Synesius. Nach zahlreichen vergeblichen Torturen wurde Theopompus enthauptet, Synesius lebend begraben.

Nach einem Zeugnis um das Jahr 930 erhielt Radulph von Verona Reliquien von Synesius und Theopompus, die teilweise er in seinem Kloster Radolfzell am Bodensee beisetzen ließ; die Köpfe der beiden wurden auch in Treviso verehrt und 911 in die Benediktinerabtei in Nonàntola übertragen. In Radolfzell werden die beiden zusammen mit Zeno, von dem Radolfzell ebenfalls eine Kopfreliquie hat, als Hausherren verehrt; das wird seit 1725 bzw. 1806 jeweils am 3. Sonntag im Juli gefeiert.

Patron von Radolfzell

Das Hausherrenlied von Radolfzell





Quellen:
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000
• http://www.muenster-ulf-radolfzell.de/Unsere_Kirchen/Munster_ULF/munster_ulf.html



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