Ökumenisches Heiligenlexikon

Telesphorus

Gedenktag katholisch: 2. Januar

Gedenktag orthodox: 22. Februar

Name bedeutet: der zielgerichtet Eifrige (griech. - latein.)

römischer Gemeindevorsteher, Märtyrer
* in Griechenland
† 136 (?) in Rom

Kartenskizze

Fresko in der Sixtinischen Kapelle

Fresko in der Sixtinischen Kapelle im Vatikant

Telesphorus war nach der Bischofsliste von Irenäus von Lyon der sechste Nachfolger von Petrus, demnach starb er als Märtyrer.

Telesphorus soll zuvor auf dem Berge Karmel als Eremit gelebt haben. Nachdem er Vorsteher der Gemeinde in Rom wurde, soll er die Weihnachtsmesse um Mitternacht, die Feier des Osterfestes an Sonntagen, die sieben Wochen des Fastens in der Passionszeit und das Singen des Gloria begründet haben; dies wurde jedoch historisch widerlegt.

In seinem Brief an Victor I. erwähnte Irenäus Telesphorus noch einmal und nannte ihn vor Soter amtierenden Presbyter, der sich in kirchlichen Disziplinarfragen gegenüber Christen anderer Gemeinden als tolerant erwies.

Historisch gesehen dürfte Telesphorus einer aus dem Kreis der Gemeindeleitenden gewesen sein, dessen Name wegen seines Martyriums im Gedächtnis blieb und der deshalb für die Bischofsliste verwendet wurde.

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Quellen:
• Karl Heussi: Kompendium der Kirchengeschichte. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1976
• http://www.bautz.de/bbkl/t/telesphorus.shtml
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000
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