de los Andes
Gedenktag katholisch: 12. April
in Chile: 13. Juli
nicht gebotener Gedenktag im Orden der Unbeschuhten Karmeliten: 13. Juli
Name bedeutet: von der Insel Thera (der heutigen Insel Santorin) stammend (griech.)
Juana Enriqueta Fernández Solar wurde bei den Nonnen im Internat der Schwestern vom
Heiligsten Herzen erzogen; in dieser Zeit erfuhr sie die typische Kindheit einer höheren
Tochter: mit Begeisterung ritt sie, spielte Tennis und musizierte. Gleichzeitig lernte
sie die Geschichte der Teresa von Ávila kennen.
Seit ihrer Erstkommunion wurden ihr mystische Erfahrungen zuteil. Von einer
Ordenschwestern angeregt, begann sie ein Tagebuch zu führen und entwarf eine feste
Ordnung für ihr geistliches Leben mit täglichem Meßbesuch und Zeit für das innere Gebet.
Im Alter von 15 Jahren, am Hochfest der
Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau und Gottesmutter Maria, gelobte Teresa:
Heute, am 8. Dezember 1915, im Alter von 15 Jahren, verspreche ich, keinen anderen
Bräutigam als meinen Herrn Jesus Christus
zu kennen, den ich mit meinem ganzen Herzen liebe und dem ich dienen will bis zum
letzten Moment meines Lebens.
An ihre jüngere Schwester Rebeca schrieb sie kurz darauf: Wie glücklich bin ich,
liebe Schwester! Ich bin gefangen in den liebenden Netzen des heiligen
Fischers. Ich wünschte, ich könnte Dir diese Glückseligkeit verständlich machen.
Ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich seine Erwählte bin und sehr bald mit ihm
unsere Hochzeit im Karmel feiern werde. ... Am 8. Dezember habe ich mich ihm versprochen.
Es ist unmöglich zu sagen, wie sehr ich ihn liebe. Mein Geist ist erfüllt von ihm allein.
... Ich sehne mich nach dem Tag, wenn ich in den Karmel eintreten und mich ihm allein
hingeben kann, mich vor ihm in Demut niederwerfen und allein sein Leben führen kann:
für die Seelen zu lieben und zu leiden. Ja. Ich dürste nach Seelen, weil ich weiß,
dass mein Jesus nach ihnen mehr als nach allem anderen verlangt.
Im Mai 1919 konnte sie dann endlich mit dem Ordensnamen Teresa ins Kloster
der unbeschuhten Karmelitinnen in
Los
Andes eintreten. Lieben, leiden, dienen, beten
war ihr Motto, geschult durch Askese
und Gebet. Knapp ein Jahr später - ein halbes Jahr vor dem Ende ihres Noviziats - starb sie an
Flecktyphus, nachdem man wegen ihrer Erkrankung die Profess vorgezogen hatte. Kurz vor ihrem
Tod schrieb sie an ihren Bruder: Meine Zeit ist nicht meine eigene. Ich habe alles,
was ich besaß, hingegeben, sogar meinen eigenen Willen! Ich muss alles tun, was Gott von
mir verlangt, Augenblick für Augenblick ... welche Freude! Wie glücklich bin ich, indem
ich Christus alles hingegeben habe! Es
bedeutet überhaupt nichts im Vergleich dazu, wie sich unser Herr von der Krippe zum
Kreuz für uns opferte und vom Kreuz bis hin zur Gestalt des Brotes, in der er sich
uns hingibt bis ans Ende aller Zeiten. Eine unerkannte Liebe, eine Liebe, die von
den meisten Menschen nicht erwidert wird.
Schon gleich nach ihrem Tod wurde Teresa bei den unbeschuhten Karmelitinnen verehrt.
Kanonisation:
1987 wurde Teresa von Papst Johannes
Paul II. bei seinem Besuch in Santiago
als erste Chilenin seliggesprochen und als Vorbild der Jugend empfohlen. 1993
erfolgte die Heiligsprechung.
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