Ökumenisches Heiligenlexikon

Theodard von Narbonne
französischer Name: Théodard
auch: Audard

Gedenktag katholisch: 1. Mai

Name bedeutet: der im Volk Kühne (althochdt.)

Erzbischof von Narbonne
* um 850 in Montauriol im Département Tarn in Frankreich
† 1. Mai 895 daselbst

Kartenskizze

Theodard stammte aus adliger Familie, studierte in Toulouse, wurde Archidiakon in Narbonne, zum Priester geweiht und 885 Erzbischof von Narbonne. Im Zusammenwirken mit Graf Wilfred I. von Barcelona gelang ihm die Unterstellung aller Bistümer in Katalonien unter seine Zentralgewalt. Er brief SynodenSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet., brachte zur Aufwertung seines Erzbischofssitzes 887 die Reliqien des Märtyrers Antoninus nach Narbonne, ließ 890 den Altar von Justus und Pastor verschönern.

Die Verehrung für Theodard begann Mitt des 10. Jahrhunderts. Die erste Lebensgeschichte, auch auf der Basis zeitgenössischer Informationen, entstand Ende des 11. Jahrhunderts im Zusammenhang um die Frage der Aufwertung des Erzbistums Tarragona.

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Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000