Ökumenisches Heiligenlexikon

Theodor Graptus

Gedenktag katholisch: 27. Dezember

Gedenktag orthodox: 27. Dezember

Name bedeutet: T: Gottes Geschenk (griech.) G: der Bezeichnete (griech. - latein.)

Priester, Mönch, Märtyrer
* um 775 in den Bergen von Moab in Jordanien
† vor 842 oder am 27. Dezember 844 in Apamea in Bithynien, heute Wüstung südöstlich von Mudanya in der Türkei

Kartenskizze Kartenskizze Kartenskizze

Theodor war zusammen mit seinem Bruder == Theophanes, dem späteren Bischof von Nicäa, Mönch im Kloster Mar Saba bei Jerusalem in Palästina, dort Schüler von == Michael Syncellus. Mit diesem kamen sie 813 nach Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul. Als Anhänger der Verehrung von Ikonen ließen die Kaiser Leon IV. und Theophil sie züchtigen, dann wurden sie verbannt, nachdem ihnen Theophil ihre Untat in zwölf Hexametern auf die Stirn hatte tätowieren lassen - daher der Beiname Graptus, Gezeichneter. Theodor starb in der Verbannung.

Theodor berichtete in einem Brief an Bischof == Johannes von Cyzicus selbst über die erlittene Verfolgung, Auszüge daraus enthält seine Lebensgeschichte. Erhalten ist auch sein Lobpreis der Gottesmutter Maria, seine Streitschrift gegen die Verächter der Ikonenverehrung ist verloren.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon


Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000
• Othmar Keel, Max Küchler, Christoph Uehlinger: Orte und Landschaften der Bibel, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1992
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