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Mosaik, 11. Jahrhundert, im Kloster Nea Moni auf Chios

Theodor wurde 780 Mönch in dem von seinem Onkel geleiteten Kloster Symbolon in Bithynien und ging zussammen mit diesem 782 ins neu gegründete Kloster Sakkudion nahe Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul. Dort wurde er 787/788 Priester und 794 Abt. Weil auch er sich gegen die kirchenrechtlich unzulässige zweite Ehe von Kaiser Konstantin VI. aussprach, wurde er 795/796 nach Thessaloniki verbannt. Nach dem Sturz des Kaisers 797 konnte er zurückkehren. 798 ging er - vielleicht wegen der Invasion durch die Araber - nach Konstantinopel zurück und wurde Abt im Kloster Studion.
Dort gelang es Theodor, das asketische Ideal des alten orientalischen Mönchtums wieder durchzusetzten; seine Reformen - oft als Regel bezeichnet, weil sie das Klosterleben umfassend erneuerten - erfasste fast alle Klöster im Osten, Theodor gilt deshalb auch als zweiter Gründer des Studion-Klosters.
Theodors anderes großes Anliegen war die Verehrung der Ikonen.
Als führender Vertreter der bilderfreundlichen Mönche hatte er großen
politischen Einfluss. Deshalb geriet er 806 in Konflikt mit Patriarch Nikephoros
I. und wurde 809 auf die Insel Prinzeninsel
Chalce vor Konstantinopel
- dem heutigen Ístanbul
- verbannt. Kaiser Michael I. setzt ihn 811 wieder als Abt in seinem Kloster ein,
dessen Bilderfeindlicher Nachfolger Leon V. verbannte ihn wieder, diesmal nach
Kleinasien, zuletzt nach Smyra - dem heutigen Ízmir.
Kaiser Michael II. ließ ihn 821 zwar frei, er konnte aber nicht in sein Kloster
zurückkehren, lebte in verschiedenen Klöstern in Bithynien,
zuletzt auf der Prinzeninsel
Prinkipo - der heutigen Büyük
Ada.
Erhalten sind über 600 Briefe von Theodor mit großer historischer Bedeutung, über 300 Bibelauslegungen, dazu Festreden, Biografien, Gedichte und anderes. Nach der endgültigen Beilegung des Streites um die Ikonen wurden Theodors Gebeine nach Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - in das Kloster Studion überführt.
Martyrologium Romanum Flori-Legium
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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