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Drei gleichnamige Bischöfe von Sion / Sitten werden gemeinsam kultisch verehrt, ohne dass entschieden werden kann, welcher jeweils gemeint ist.
Reste der ersten Kirche mit Taufbecken, ums Jahr 380, aus Mauerresten eines römischen Gebäudes
von Theodor erbaut, in der Pfarrkirche
Maria Heimsuchung in Martigny ![]()
Der erste Theodor, wohl um 375 Bischof mit Sitz in Octodurum - dem heutigen Martigny - geworden, war der erste Bischof im Wallis. Er kannte Ambrosius von Mailand und nahm 381 an der SynodeSynode (altgriech. fĂĽr „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. von Aquileia und 393 an der Synode von Mailand teil. Nach dem Zeugnis des Eucherius von Lyon fand er die Gebeine von Mauritius und dessen Gefährten und lieĂź fĂĽr sie in St-Maurice eine Basilika erbauen.
Der zweite Theodor nahm 519 an der SynodeSynode (altgriech. fĂĽr „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. von Agaunum - dem heutigen St-Maurice - teil. Unter ihm wurde von Burgunderkönig Sigismund die Abtei St-Maurice ĂĽber den Gräbern des Mauritius und seiner Thebäischen Legion gegrĂĽndet. Damals wurde auch der Bischofssitz von Martigny nach Sion / Sitten verlegt, des ersten Theodor Gebeine wurden mitgenommen und auf dem Friedhof vor den Mauern der Stadt beigesetzt.
Der legendäre dritte Theodor, dessen Akten ein Mönch Ruodpertus im 11./12. Jahrhundert verfasste, soll 805 von Karl dem Großen die weltliche Herrschaft über das obere und untere Wallis erhalten haben.
Burgruine (links), Schloss und Valeria-Basilika mit Wurzeln in keltischer Zeit, bis 1798
Bischofskirche der
Diözese (Mitte) und heutige Kathedrale Notre Dame (ganz rechts) in Sion / Sitten
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Legenden berichten: Theodul habe ein ertrunkenes Kind zum Leben erweckt. Bei
Missernten forderte Theodor die Winzer auf, ihm die leeren Fässer zu bringen; er
legte in jedes Fass eine Beere, und die Fässer füllten sich. Eine Glocke hatte
er in Rom
vom Papst als Wetterglocke
erhalten; ein Teufel, den er einem Besessenen
ausgetrieben hatte, musste sie ihm ĂĽber den Theodul-Pass bei Zermatt nach Sion
/ Sitten tragen; von dieser Sittener Wetterglocke wurden kleine Partikel
entnommen und beim Guss weiterer Wetterglocken zugesetzt, damit die FĂĽrsprache
des Theodul beim Läuten vor einem drohenden Wetter hilfreich sein könne.
Ein andere Version der Begegnung mit dem Bösen erzählt, wie Theodul auf einem Spaziergang einer Horde kleiner Teufelchen begegnete; diese erzählten ihm erfreut, dass der Papst in Rom derzeit großer Versuchung unterliege und bald ihnen gehöre. Theodul erwiderte, er könne den Papst retten, wenn er in Rom anwesend sei, worauf die Teufelchen die Herausforderung annahmen und ihn nach Rom versetzten, wo Theodul den Papst rettete, der ihm zum Dank eine Glocke schenkte, welche die Teufelchen ins Wallis tragen mussten.
moderner TĂĽrknauf an der Theodul-Kirche
in Sion / Sitten ![]()
Am Ort der Verehrung Theodors in Sion
/ Sitten wurde im 8./9. Jahrhundert eine Krypta als Ziel von Wallfahrern gebaut,
sie wurde bei der Erneuerung der Kirche nach 1514 zugeschĂĽttet. Theodors
Verehrung verbreitete sich vom Wallis ĂĽber Savoyen
nach Norditalien, nach Vorarlberg
und ĂĽber Engelberg
in die deutsche Schweiz. Als Joder
gehört Theodor zu den beliebtesten Schutz-
und Kirchenpatronen im mittleren Alpenraum. Die Ăśberlieferung von der Ăśbergabe
der weltlichen Macht durch Karl
den Großen gehört zum Grundbestandteil des wallisischen Selbstbewusstsein.
Die Gebeine von Theodor wurden 1798 bei
der Besetzung von Sion durch die Franzosen zerstört.
Patron
des Kantons Wallis;
der Winzer, der Glocken; gegen Viehkrankheiten, Unwetter und
Anfechtungen des Teufels; des Wetters; des Bistums Sion / Sitten
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon