der Rekrut, von Euchaïta
Gedenktag katholisch: 17. Februar
Gedenktag orthodox: 17. Februar
22. Februar, 9. November
Erinnerung an die wunderbare Erscheinung in Konstantinopel zur
Zeit von Kaier Julian Apostata (Kolybenwunder
): Samstag der ersten Fastenwoche
Gedenktag armenisch: 17. Februar
liturgische Feier am 1. Samstag der Fastenzeit und am
4. Dienstag nach dem Assumptionssonntag
Gedenktag koptisch: 7. Januar
Gedenktag syrisch-orthodox: Samstag vor dem 1. Fastensonntag
Name bedeutet: Gottes Geschenk (griech.)
Mosaik aus Konstantinopel: Theodor von Euchaïta, frühes 14. Jahrhundert, im
Museo Sacro der Apostolischen Bibliothek im Vatikan

Theodor Tiro
, der Rekrut
, war einfacher Soldat im Heer von Kaiser
Maximianus in Euchaïta - dem heutigen Beyözü
bei Amasya. In der Christenverfolgung von 303 wurde er gefangen genommen und verhört. Er brannte
dann zum Zeugnis seines Glaubens in Amasia - dem heutigen Amasya
- den Magna-Mater-Tempel
, den Tempel der großen Mutter
ab und wurde deswegen
selbst verbrannt.
Gregor von Nyssa bezeugte Theodors Martyrium, ebenso == Chrysippus von Jerusalem.
Später wurden die Legenden um Theodor weiter ausgeschmückt. Er war demnach
ein Bruder von Georg und
kämpfte selbst auch gegen Drachen. Im 9. Jahrhundert wurden die Legenden
erweitert: Theodor wurde nun Stratelates
, Heerführer
einer römischen
Garnison; vgl. deshalb Theodor Stratelates.
Zentrum der Verehrung von Theodor war Euchaïta - das heutige Beyözü
bei Amasya; über seinem Grab gab es schon um 400 eine Kirche. Theodor war früher Schutzpatron
von Venedig.
Der 9. November, früher sein katholischer Gedenktag, war wohl der Weihetag der
kleinen Kirche S.
Teodoro am Palatin in Rom. Theodor gilt Völkerkundlern als christlicher Erbe des phrygisch-pontischen
Gottes Men-Pharmacus. Im slawischen Volksglauben wird er mit den Thrakischen
Reitern
identifiziert. Die Darstellung der beiden Theodor ist nur an der
Umschrift zu entscheiden.
Theodor geweihte Kirchen gab es in Amasia - dem heutigen Amasya, in Edessa - dem heutigen Sanlıurfa, in Nisibis - dem heutigen Nusaybin, in Neirab bei Damaskus und Jerusalem. Allein in Konstantinopel, wo auch Reliquien liegen, die viele Wunder wirkten, gab es 15 Kirchen seines Namens. Reliquien werden auch in Venedig, Rom, Brindisi und Gaëta sowie in Wemding im Donau-Ries Kreis in Bayern verehrt.
Patron
von Brindisi;
der Soldaten und der Heere; in Kämpfen; bei Sturm
Attribute:
als Soldat mit Panzer, Schild und Lanze; Krokodil
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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