Gedenktag katholisch: 25. August
in Hereford: Übertragung der Gebeine: 25. Oktober
Name bedeutet: der Zwilling (hebr.)
Thomas' Grab in der Kathedrale in Hereford

Thomas, aus einer Familie des normannischen Hochadels stammend, studierte Jura und Theologie in Paris, Orléans und Oxford. Er war Haushofmeister von König Heinrich III. und 1261/62 sowie 1273/74 Kanzler der Universität Oxford. 1264/65 beteiligte er sich am Kampf des Adels gegen König Heinrich III.; nach dem Scheitern der Revolte ging er ins Exil nach Paris, erlangte aber 1266 wieder die königliche Gnade und wurde auch Ratgeber von König Eduard I. 1275 wurde er Bischof von Hereford, im Volk durch seine seelsorgerliche Arbeit hoch geschätzt.
Über kirchenrechtliche Fragen gab es dann harte Auseinandersetzungen mit dem Erzbischof von Canterbury, Johannes Peckham, der Thomas deshalb 1282 exkommunizierte. Thomas wollte bei Papst Martin IV. in Rom Unterstützung erbitten, noch vor einer Entscheidung des Vatikans starb er auf der Rückreise.
Der Gedenktag ist der Tag der Beisetzung der Gebeine. Thomas' Grab in Hereford besuchten bald zahlreiche Pilger. Die Bestrebungen zu seiner Kanonisation wurden seit 1305 vom englischen Königshaus nachdrücklich unterstützt.
John Hardman of Birmingham:
Reliquiar für Thomas, 1835, in der Kathedrale in Hereford

1538 wurde das Grab von Thomas in der Kathedrale in Hereford geschändet, die Gebeine wurden entnommen und 1665 weggeworfen. Ein Knochen konnte in der Jesuitenmission in Holywell in Wales gerettet werden, er wurde 1835 in ein neues Reliquiar eingesetzt.
Kanonisation:
Thomas wurde 1320 von Papst Johannes XXII. heiliggesprochen.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
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