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Ökumenisches Heiligenlexikon

Timotheus

Gedenktag katholisch: 26. Januar
gebotener Gedenktag
in Australien: 23. Januar
Gedenktag III. Klasse      Im alten Messbuch entspricht die III. Klasse einem gebotenen Gedenktag. Grundsätzlich werden offiziell alle Klassen als „Feste” bezeichnet, da der Rang ja nicht durch das Wort „Fest”, sondern durch die Klasse gekennzeichnet wird.
Die Feste III. Klasse sind außerhalb der geprägten Zeiten (Advent, Weihnachtsoktav, Fastenzeit, Osteroktav) immer zu feiern, wenn sie nicht von einem Fest I. oder II. Klasse verdrängt werden. Innerhalb der geprägten Zeiten können sie in der Regel nur kommemoriert, aber nicht gefeiert werden.
24. Januar (Todestag), Übertragung der Gebeine von Ephesus nach Konstantinopel: 9. Mai
nicht gebotener Gedenktag im Trappistenorden und im Zisterzienserorden: 27. Januar
bei den Hieronymiten und den Schulbrüdern (de La Salle): 27. Januar
nicht gebotener Gedenktag im mozarabischen      Der mozarabische Ritus, auch „westgotisch” oder „altspanisch” genannt, ist eine Liturgie in der römisch-katholischen Kirche, die sich im 4. / 5. Jahrhundert auf der Iberischen Halbinsel entwickelt hat und heute noch an einigen Orten in Spanien praktiziert wird. Der Name entstand nach dem Einfall der Mauren im Jahr 711, als die unter maurischer Herrschaft lebenden Christen – die „Mozaraber” – weiter ihren Glauben ausüben durften und damit auch diese Liturgie feierten. Ritus: 26. April
in Bayeux: Übertragung der Gebeine: 9. Mai

Gedenktag evangelisch: 26. Januar (ELCA)
                                            24. Januar (LCMS)

Gedenktag anglikanisch: 26. Januar

Gedenktag orthodox: 4. Januar, 22. Januar

Gedenktag armenisch: 21. Januar
liturgische Feier am 5. Donnerstag nach dem Kreuzerhöhungssonntag

Gedenktag koptisch: 18. Januar
Übertragung der Reliquien von Ephesus nach Konstantinopel: 22. Januar

Gedenktag syrisch-orthodox: 21. Januar, 22. Januar, 11. Mai

Name bedeutet: der Gott Ehrende (griech.)

Mitarbeiter des Apostel Paulus, erster Bischof von Ephesus, Märtyrer (?)
* in Lystra, heute das Dorf Kilistra (Gökyurt) bei Konya in der Türkei
† 97 (?) in Ephesus, heute Ruinen bei Selçuk in der Türkei

Kartenskizze Kartenskizze

Timotheus wurde als Sohn eines heidnischen Vaters und einer jüdischen Mutter namens Eunice geboren. Der Tatsache, dass die Mutter eine Mischehe eingegangen war und dass sie ihren Sohn nicht hatte beschneiden lassen, lässt vermuten, dass Timotheus in einer nicht sehr gläubigen Familie aufgewachsen ist, auch wenn gesagt wird, dass er die Schriften von Kindheit an kannte (2. Timotheusbrief 3,15). Als Paulus zu Beginn der zweiten Missionsreise durch Lystra - das heutige Dorf Kilistra (Gökyurt) bei Konya - kam, wählte er Timotheus zum Gefährten, da er ein gutes Zeugnis von den Brüdern in Lystra und Ikonium hatte; er wurde dann von Paulus beschnitten, um einen Konflikt mit Juden zu vermeiden (Apostelgeschichte 16, 2 - 3).

Timotheus (rechts) mit Cyrill von Alexandria, Fresko im Kloster Gracanica im Kosovo

Timotheus (rechts) mit Cyrill von Alexandria, Fresko im Kloster Gracanica im Kosovo

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Als Mitarbeiter von Paulus wurde Timotheus mit wichtigen Missionen beauftragt. So wirkte er in den griechischen Städten Beröa - dem heutigen Veroia - (Apostelgeschichte 17, 14), in Athen und Thessaloniki (1. Thessalonicherbrief 3, 1 - 6), in Korinth (1. Korintherbrief 4, 17) sowie später in Ephesus - heute Ruinen bei Selçuk - (1. Korintherbrief 16, 8. 10) und in den römischen Provinzen von Makedonien (Apostelgeschichte 19, 22). Timotheus begleitete Paulus auf seiner Rückreise nach Jerusalem (Apostelgeschichte 20, 4), war jedoch offensichtlich anderswo tätig, als dieser nach Rom aufbrach.

Timotheus war von Paulus hoch geschätzt. Ich habe keinen Gleichgesinnten, der in so echter Weise für eure Angelegenheiten Sorge tragen wird, schreibt er den Philippern (2, 20); als mein geliebtes und treues Kind im Herrn bezeichnet er ihn im 1. Brief an die Korinther (4, 17); als Mitabsender wird er im 1. Brief an die Thessalonicher, im 2. Brief an die Korinther, im Brief an die Philipper und im Philemonbrief genannt.

Während Paulus' erster Gefangenschaft in Rom besuchte ihn Timotheus und wurde vermutlich mit einer Botschaft nach Philippi - heute Ruinen bei Krinides - geschickt (Philipperbrief 2, 19). Der traditionellen Auslegung des 1. und 2. Briefes an Timotheus zufolge zog Paulus nach seiner Freilassung in den Osten zu Timotheus und übertrug ihm die Aufsicht in Ephesus, eine Stellung, die große Verantwortlichkeit erforderte. Aus Sorge schickte er ihm demnach einen Brief, der Ratschläge und Warnungen enthielt und als 1. Brief an Timotheus bekannt ist, und während seiner zweiten Gefangenschaft schrieb er den 2. Brief an Timotheus, der einen Aufruf an seinen geliebten Schüler enthält, ihn so schnell wie möglich zu besuchen.

Zu einem späteren Zeitpunkt wurde nach den Angaben des Hebräerbriefes (13, 23) auch Timotheus verhaftet, jedoch nach kurzer Zeit wieder entlassen. Gut bezeugt - im 1. Timotheusbrief (1, 3) und durch Eusebius von Cäsarea - ist der weitere Aufenthalt von Timotheus in Ephesus; die Überlieferung nennt ihn Bischof von Ephesus und berichtet von seinem Märtyrertod, nachdem er sich einem ausschweifenden heidnischen Fest widersetzt hatte; unter => Nero schwer gemartert, wurde er von Engeln getröstet, sah den Himmel offen und die Märtyrerkrone, die Christus ihm bereithielt.

Timotheus' Leichnam wurde von Ephesus in die Apostelkirche nach Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - überführt und nahe der Gebeine von Lukas und Andreas bestattet.

Attribute: Keule, Steine
Patron gegen Magenleiden
Bauernregel: Timotheis, / der bricht das Eis;
hat er keins, / dann macht er eins.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon



Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://ocafs.oca.org/FeastSaintsViewer.asp?FSID=100033
• http://www.bauernregeln.net/januar.html
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 10. Herder, Freiburg im Breisgau 2001