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Paulus erwähnt seinen Schüler Titus in seinem Brief an die Galater (3, 20) und in seinem 2. Brief an die Korinther (7, 6 - 7 und 8, 6 - 23). Nach der Abreise des Timotheus aus Korinth sandte Paulus Titus dorthin, um die Gemeinde zur paulinischen Lehre zurückzuführen; Titus selbst erfuhr aus der Gemeinde Hilfe und Trost (2. Korintherbrief 7, 6 - 7). Titus wurde später noch einmal von Paulus nach Korinth geschickt, um dort den Abschluss der Spendensammlungen zugunsten der Christen in Jerusalem zu organisieren (2. Korintherbrief 8,6). Schließlich begleitete er Paulus zum Apostelkonzil nach Jerusalem, wo die Freiheit der Heidenchristen von der Beschneidung und jüdischen Reinheitsgesetzen beschlossen wurde; Paulus weist danach auf den unbeschnittenen Titus hin als gleichsam lebendiges Beispiel für diese Beschlüsse.
Traditioneller Auslegung zufolge schreib Paulus ihm den nach ihm benannten Titusbrief, nachdem beide zusammen auf Kreta missioniert hatten und Titus dort verblieb, während Paulus nach Griechenland weitergezogen war (Titusbrief 1, 1 - 5). Dem Kirchenhistoriker Eusebios von Caesarea zufolge war Titus der erste Bischof von Gortyna auf Kreta. Von dort aus traf er nach dem Zeugnis des Titusbriefes Paulus auf dessen Einladung hin in Nikopolis in Epiros (3, 12) und ging später noch nach Dalmatien (2. Timotheusbrief 4, 10). Nach Legenden brachte er in Gortyna durch sein Wort einen heidnischen Tempel zum Einsturz. Himmlischer Glanz erleuchtete demnach sein Antlitz, als er mit 94 Jahren starb.
Eine lateinische Schrift über das Ideal der Ehelosigkeit - wohl aus dem 5. Jahrhundert - nennt Titus ihren Verfasser.
Attribute:
erleuchtetes Antlitz, einstürzende Tempel
Patron
gegen Freigeister
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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