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Toribio Alfonso de Mogrovejo war Sohn einer vornehmen christlichen Familie. Er studierte bürgerliches und Kirchenrecht in Valladolid und Salamanca und wurde von König Philipp II. 1574 zum Präsident der Inquisition in Granada ernannt. 1578 wurde er - noch ohne Priester zu sein - zum Erzbischof von Lima ernannt, 1580 empfing der die Weihen und trat sein Amt an. Er reformierte in seiner Amtszeit das geistliche und das bürgerliche Leben in Peru und widmete sich besonders der Mission unter den Indianern.
Das Provinzialkonzil in Lima 1582/83 fasste Beschlüsse zur Christianisierung der Völker in Südamerika und zur Erarbeitung von Katechismen. Weitere Konzilien berief Toribio 1591 und 1601 ein, dazu 13 SynodenSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet.. 1591 gründete er das - heute nach ihm benannte - Priesterseminar in Lima. Toribio verstand sich in erster Linie als Missionar der Indios, oft brachte er Übergriffe der spanischen Siedler oder Behörden zu Anzeige; 17 der 25 Jahre als Bischof verbrachte er auf oft beschwerlichen Reisen. Er war einer der bedeutendsten Kirchenführer in Amerika überhaupt, Organisator der katholischen Kirche in Peru, ließ Kirchen, Schulen, Klöster und Einrichtungen zur Hilfe für Kranke, Bedürftige und Jugendliche errichten. Er starb während einer Reise in ein entlegenes Indianerdorf.
Kanonisation:
Die Heiligsprechung erfolgte 1726. 1983 erklärte Papst Johannes
Paul II. Toribio Alfonso de Mongrovejo zum Patron der lateinamerikanischen
Bischöfe.
Patron
von Peru und Lima;
der lateinamerikanischen Bischöfe