Gedenktag evangelisch: 15. Januar |
Name bedeutet: vertraue Gott! (neudt.) |
Pfarrer, Märtyrer
* 1. Februar 1875 in Rauge in Livland, heute Rõuge
in Estland
† 14. Januar 1919 in Dorpat, heute Tartu
in Estland |
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Traugott Hahn 
Gotthilf Traugott Hahn, Sohn des Pfarrers Elieser Traugott Hahn, studierte
Theologie in Dorpat - dem heutigen Tartu
in Estland und wurde dort 1902 Universitätspastor und nach erfolgreicher
Promotion Privatdozent, 1909 Professor für praktische Theologie. 1917 wurde er
Rektor der Universität Dorpat - dem heutigen Tartu.
1915 wurde er von den herrschenden Russen verhaftet und nach St.
Petersburg - gebracht, aufgrund der Proteste seiner Studenten aber wieder
freigelassen. Er setzte seine Lehrtätigkeit fort. Als nach Ende der deutschen
Besetzung 1918 die Bolschewiken ins Baltikum kamen, blieb Hahn und hielt weiter
Gottesdienste ab. Am 29. Dezember 1918 wurden die Kirchen beschlagnahmt und die
Gottesdienste verboten, aber Hahn feierte mit der Gemeinde weiter in den Häusern
Gottesdienste. Am 3. Januar wurde er verhaftet und mit zahlreichen anderen
Gefangenenen, unter ihnen der katholische Priester Beschanitzki und der
orthodoxe Bischof Platon, in einem engen Raum gefangen gehalten. Als die
baltische Landwehr vor Reval - dem heutigen Tallinn
- stand, wurden die beiden Priester und Hahn als erste erschossen. Über 300
andere Gefangene konnten von den einrückenden Truppen der Landwehr aber befreit
werden.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
Quellen:
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• http://www.eelk.ee/~elulood/hahn_traugott.html