Gedenktag katholisch: 14. Juli
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Freiburg i.Br. und Lausanne-Genf-Fribourg
Name bedeutet: der an Erbgut Reiche (althochdt.)
Ulrich entstammte einer angesehenen Patrizierfamilie aus Regensburg. Er wurde zusammen mit Wilhelm von Hirsau in der Benediktinerabtei St. Emmeram in seiner Heimatstadt ausgebildet und 1044 Mitglied der Hofkapelle bei seinem Patenonkel, Kaiser Heinrich III. 1045 wurde er Archidiakon und Propst in Freising bei München bei seinem Onkel, Bischof Nitger. Um 1052 begleitete er Heinrich III. auf dessen Romreise und begab sich dann auf eine Pilgerfahrt ins Heilige Land. Nach seiner Rückkehr verschenkte er seinen gesamten Besitz und trat wohl 1061 als Mönch ins Kloster in Cluny ein und empfing dort die Priesterweihe.
Abt Hugo von Cluny
beauftragte Ulrich um 1072, die Reformen von ClunyDie Reformen von Cluny gingen im 10. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Cluny in Burgund. Ziel war die strenge Beachtung der Benediktinerregel und Vertiefung der Frömmigkeit des einzelnen Mönches sowie eine neue Gewissenhaftigkeit bei der Feier des täglichen Gottesdienstes. Die Klosterwirtschaft sollte selbständig zum Erhalt des Klosters dienen können und die Klöster aus dem Herrschaftsanspruch der weltlichen Herren aber auch der Bischöfe herausgenommen und direkt dem Schutz des Papstes unterstellt werden.
zu verbreiten; er gründete im selben Jahr das erste Cluniazenser-Priorat im deutschen
Raum auf dem Rüeggisberg
/ Monte Richario bei Bern. 1078 wurde er Prior der Cluniazenserniederlassung
in Grüningen - ein heute abgegangener Ort nahe Oberrimsingen
bei Freiburg im Breisgau. 1082 wurde er Prior im Kloster in Payerne,
musste aber 1085 nach Auseinandersetzungen mit Bischof Burchard von Lausanne
nach Cluny
zurückkehren. Zwischen 1081 und 1087 verfasste er zusammen mit Wilhelm
von Hirsau die Consuetudines Hirsaugienses
, die Grundlage der Reformen von HirsauDie Reformen von Hirsau gingen im 11. / 12. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Hirsau im Schwarzwald. Sie nahmen die Reformen von Cluny auf, ohne aber deren Orientierung auf das zentrale Mutterkloster zu übernehmen. Das Ziel der von Abt Wilhelm verfassten „Consuetudines Hirsaugienses” war die strenge Lebensweise der Mönche wie in Cluny im Hinlick auf Tagesablauf und Liturgie sowie die Organisation der Klostergemeinschaft. Die Rechte der Bischöfe und Vögte wurden - entgegen den ursprünglichen Zielen - nicht eingeschränkt.
nach Ideen der cluniazensischen Reformfür das deutsche Reichsgebiet. 1087 verlegte
Ulrich sein Kloster aus Grüningen ins nahe Zell im Schwarzwald - in den heute
nach ihm St.
Ulrich benannten Ort. Nach 1087 gründete er auch das Frauenkloster im benachbarten
Bollschweil.
Reste des Klosters auf dem Rüeggisberg,
1938 - 1947 von Professor Hans Rudolf Hahnloser von der Universität Bern
in ihrer Bedeutung entdeckt und erschlossen 
Ulrich ist in seinem Kloster in St. Ulrich bestattet.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
Rekonstruktion des Klosters auf dem Rüeggisberg

Kloster und Kirche in Payerne
