Ökumenisches Heiligenlexikon

Unni von Bremen-Hamburg
auch: Unno, Wimo

Gedenktag katholisch: 17. September
Name bedeutet: der wie ein Adler Waltende (Kurzform von Arnold, althochdt.)
Glaubensbote in Skandinavien, Erzbischof von Bremen-Hamburg
† 17. September 936 auf Birka, der heutigen Insel Björkö im Mälarensee in Schweden


Kartenskizze



Kartenskizze



Kartenskizze

Unni entstammte wohl dem Geschlecht der Billunger oder Immedinger. Er wurde Mönch im Benediktinerkloster Corvey. 918 wurde er von König Konrad I. als Erzbischof von Bremen-Hamburg eingesetzt; der König zog Unni dem von Klerus und Volk gewählten Dompropst Leidrad vor; Ppast Johannes X. übersandte ihm das Pallium. Nach dem Sieg von König Heinrich I. über die Dänen 934 und der Taufe von König Gnupa gewann Unni das Interesse des späteren dänischen Königs Harald Blaatand und konnte in Dänemark und Schweden als Glaubensbote wirken. Auf einer seiner Missionsreisen starb er.

Begräbnisinschrift: „XV KAL. OCTOB(ris) O(biit) VNNIS ARCHIEP(is) C(opus)”, „Am 15. vor den Kalendes des Oktober (d.i. am 17. September) starb Erzbischof Unni”

Begräbnisinschrift: XV KAL. OCTOB(ris) O(biit) VNNIS ARCHIEP(is) C(opus), Am 15. vor den Kalendes des Oktober (d.i. am 17. September) starb Erzbischof Unni   

Unni wurde auf Birka - der heutigen Insel Björkö - bestattet. Bischof Adam von Bremen berichtete im 11. Jahrhundert, Unnis Kopf sei im Bremer Dom aufbewahrt. Der Bremer Landesarchäologe fand in den 1970-er Jahren bei einer Grabung im Dom zwar einen Platz, der wohl die Stätte des Begräbnisses von Unni war, aber diese Stätte war leer. Eine 1840 auf dem Hochchor gefundene Bleitafel mit der Begräbnisinschrift von Unni - sie ist heute im Bremer Landesmuseum zu sehen - stammt sicherlich aus seinem Grab, der Kopf aber ist nicht mehr vorhanden.

Kanonisation: Bischof Adam von Bremen bezeichnete Unni als Heiligen.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon


Quellen:
• Chronik für Windows 5.11 - http://www.chronik.ch
• Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken (Hg.): Heilige in Nordeuropa. Paderborn 2000
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 10. Herder, Freiburg im Breisgau 2001
• Dr. Ingrid Weibezahn, Museumsleiterin der Stiftung Bremer Dom e.V. / Dom-Museum, Bremen, E-Mail vom 19. Juli 2011
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