Ökumenisches Heiligenlexikon

Valerianus

Gedenktag katholisch: 14. April
Gedenktag orthodox: 22. November
Gedenktag armenisch: 27. November
Gedenktag koptisch: 22. November
Name bedeutet: der Gesunde
oder aus dem Geschlecht der Valerier (latein.)
Märtyrer
* in Rom
† zwischen 180 und 230 in Rom (?)

Cornelis Engelbrechtsz: Cäcilia und ihr Bräutigam, 1518 - 20, Museum der schönen Künste in Budapest

Cornelis Engelbrechtsz: Cäcilia und ihr Bräutigam, 1518 - 20, Museum der schönen Künste in Budapest   

Valerianus, ein heidnischer Jüngling, wurde der Legende nach mit der christlichen Jungfrau Cäcilia verheiratet. Im Brautgemach offenbarte sie ihm, ein Engel stehe ihr als Beschützer ihrer Reinheit zur Seite. Valerianus gestand ihr die Unberührtheit zu unter der Bedingung, dass er den Engel sehen dürfe. Sie bat ihn, den greisen römischen römischen Bischof Urban I. aufzusuchen, der ihn bekehren und taufen solle, dann könne er den Engel sehen. Valerianus erschien ein heiliger Greis und hielt ihm ein mit Goldbuchstaben geschriebenes Buch vor, Valerianus kam zum Glauben und wurde von Urban getauft.

Als Valerianus zu Cäcilia zurückkehrte, sah er den Engel bei ihr, der reichte ihnen Kränze von Lilien und Rosen, die den Raum mit himmlischem Duft erfüllen. Als Valerianus' Bruder Tiburtius, hinzukam, wunderte der sich über den Rosenduft und wurde auch bekehrt.

Als Valerianus und Tiburtius verbotenerweise die Leichen von hingerichteten Christen beerdigten, wurden sie ins Gefängnis geworfen. Ihnen wurde Sekretär des Richters - nach anderer Überlieferung der Soldat - Maximus als Wächter gegeben, sie bekehrten auch diesen; der Präfekt Almachius ließ Maximus mit Bleiklötzen schlagen und alle drei enthaupten, da ihr ausführlicher Disput ihn nicht überzeugen konnte. Cäcilia begrub die drei Männer.

Valerianus wurde zunächst zusammen mit seinem Bruder Tiburtius verehrt. Erst ein Dokument des 6. Jahrhunderts und Pilgerführer aus dieser Zeit kennen auch Maximus. Im 7. Jahrhundert wurden alle drei zusammen mit anderen Heiligen in einer kleinen Kirche an der Via Appia verehrt; Papst Hadrian I. ließ diese Ende des 8. Jahrhunderts restaurieren. Papst Paschalis I. übertrug ihre Gebeine um 820 von den Katakomben des Prätestatus in die Kirche S. Cecilia nach Trastevere in .

Catholic Encyclopedia





Quellen:
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 10. Herder, Freiburg im Breisgau 2001


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