Ökumenisches Heiligenlexikon

Victor von Mailand

Gedenktag katholisch: 8. Mai
bedacht im AmbrosianischenDie Ambrosianische Liturgie entstand im 8. Jahrhundert unter orientalischem Einfluss, sie wird auf Ambrosius von Mailand zurückgeführt, von dem wohl die meisten Texte auch stammen. Sie wird v.a. in der Kirchenprovinz Mailand und im Bistum Lugano benutzt. Karl Borromäus förderte diese Sonderform, im Mittelalter wurde aus ihr auch die Gleichwertigkeit des Mailänder Erzbistums gegenüber Rom abgeleitet. Hochgebet I

Gedenktag evangelisch: 8. Mai (ELCA)

Name bedeutet: der Sieger (latein.)

Märtyrer
* in Afrika
† um 303 in Lodi in Italien

Kartenskizze

Victor diente der Legende nach als Soldat unter Maximianus, wurde nach seiner Verweigerung des Götteropfers mehrfach ins Gefängnis gesteckt und schließlich nach zahlreichen Martern enthauptet.

Victor war nach dem Zeugnis des Ambrosius der älteste bekannte Märtyrer in Mailand. Wie Nabor und Felix stammte er demnach aus Afrika, war Soldat und wurde in Lodi gemartert. Bischof == Maternus habe die Gebeine nach Mailand übertragen. Neben Victors Grab bestattete Ambrosius seinen Bruder Satyrus. Die Grabkapelle ist als Anbau von S. Ambrogio in Mailand erhalten und mit einem Kuppelmosaik aus dem Ende des 5. Jahrhunderts geschmückt, das Victor als Märtyrer darstellt. Die Leidensgeschichte wurde im 6. Jahrhndert verfasst. Gregor von Tours kannte ihn und seine Anrufung um Befreiung von Gefangenen. Carlo Borromäus fand nach seinen Angaben 1576 Reliquien von Victor.


Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 10. Herder, Freiburg im Breisgau 2001
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