Ökumenisches Heiligenlexikon

Vitalis

Gedenktag katholisch: 4. November

Name bedeutet: der Belebende (latein.)

Märtyrer
† um 304 in Bologna (?) in Italien

Kartenskizze

Vitalis war nach der Legende der Skalve des Agricola, wurde von seinem Herrn zum Christentum bekehrt und frei gelassen und starb zusammen mit ihm den Martertod am Kreuz unter Kaiser Diokletian.

Bischof Ambrosius ließ 393 die Gebeine von Agricola und Vitalis erheben und verfasste ihre Legende. Ambrosius barg selbst Kreuz und Nägel und brachte diese nach Florenz zur Weihe der neuen Basilika. Schon Paulinus von Nola und Victricius von Rouen berichteten von den beiden. Die Verehrung breitete sich rasch über Italien hinaus aus, im 5. Jahrhundert wurde in Bologna die heutige Kirche Ss. Vitale e Agricola erbaut, sie ist heute eine Teilkirche von S. Stefano. In Rom wurde Vitalis Anfang des 5. Jahrhunderts die Basilika des Titulus Vestinæ geweiht.

Die Tradition in Ravenna wurde erstmals in der um 525 am 28. April von Bischof Ecclesius verfassten Weiheinschrift in der Kirche S. Vitale in Ravenna dokumentiert: sie erzählt nun ihre eigene Geschichte.

Catholic Encyclopedia





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 10. Herder, Freiburg im Breisgau 2001
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. XXI, Nordhausen 2003