Ă–kumenisches Heiligenlexikon

Walarich (Valéry)

Gedenktag katholisch: 1. April
     in Amiens: 12. Dezember (RĂĽckfĂĽhrung der Gebeine) 
Name bedeutet: W: der an der Walstatt Mächtige (althochdt.)
V: der Starke/aus dem Geschlecht der Valerier (latein.)
Priester, Abt in Leuconay
* um 565 in der Auvergne in Frankreich
† 1. April 619 (?) in Leuconay, heute St-Valéry-sur-Somme in Frankreich
Kartenskizze

Walarich hörte von Kolumban und lebte zusammen mit einigen Gefährten ab 594 in dessen Kloster in Luxeuil - dem heutigen Luxeuil-les-Bains. 610 begab er sich mit einem Gefährten in die Einsamkeit um Amiens, lebte als Einsiedler und Glaubensbote im Auftrag von Kolumban und gründete 613 ein Kloster in Leuconay - dem heutigen St-Valéry-sur-Somme -, dessen Mönche nach der Regel von Kolumban lebten. Die Bevölkerung habe er zum Christentum bekehrt, indem er - wie später Bonifatius in Hessen - einen Baum hat fällen lassen, der von den Heiden verehrt wurde. Die Überlieferung berichtet, wie er einen Lahmen heilte, der nach Walarichs Tod Abt des Klosters wurde.

An Walarichs Grab an Stelle des früheren heidnischen Baums im damaligen Leuconay entstand das heute nach ihm benannte Kloster St-Valéry-sur-Somme. Walarichs Gebeine wurden von Hugenotten nach Corbie verschleppt und an einem 12. Dezember wieder zurück nach Leuconay gebracht.

Patron der Fischer


Quellen:
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• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 10. Herder, Freiburg im Breisgau 2001
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