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Biografie: => Walburga
Die Nacht zum 1. Mai hat zwar ihren Namen von Walburga, sonst aber nichts mit ihr zu tun.
Ihre Wurzel hat die Walpugisnacht in heidnischen Frühjahrsbräuchen, bei denen
die Ankunft des Frühlings mit nächtlichen Freudenfeuern gefeiert wurde. Nach
altem Volksglauben vertreiben in dieser Nacht die germanischen Götter Wotan und
Freya die Winter-Dämonen und zeugen den Frühling. Hexen reiten auf Besen,
Mistgabeln, Schweinen oder Böcken zum Hexensabbat, zuvor reiben sie sich mit
Hexensalbe
ein, die aus den narkotisiernden Stoffen von Tollkirsche,
Nachtschatten und Schierling gewonnen wird. Zentrum dieses Treibens ist der
höchste Berg des Harzes, der Brocken.
Wenn man in der Walpurgisnacht mit geweihten Glocken, also Kirchenglocken, läutet, können die Hexen, die an Kreuzungen Tänze in Gegenwart des Teufels abhalten, einem nichts anhaben. Um Haus und Vieh zu beschützen, wurde in der Walpurgisnacht geweihtes Salz auf die Türschwellen der Häuser und Ställe gestreut. Besen wurden in dieser Nacht mit dem Reisig nach oben aufgestellt. In manchen Gegenden war es üblich, daß junge Männer mit Peitschen knallend durch die Straßen zogen, um die Hexen zu vertreiben. Wer in der Walpurgisnacht einen Gundelrebenkranz trug (Gundermann oder Gundelrebe ist ein weit verbreitetes Kraut), erkannte angeblich alle Hexen. Wer wissen wollte, ob der bzw. die Geliebte treu bleiben würde, pflanzte in der Walpurgisnacht zwei Vergissmeinnicht auf einen Stein mit ein wenig Erde; wenn die beiden Pflanzen aufeinander zuwuchsen, würde die Hochzeit bevorstehen. Walpurgiskraut ist ein Farnkraut, das auf Heidewiesen und trockenen Grashügeln wächst. Es wird neben Milchkannen gelegt und soll gegen Verhexung der Milch schützen und für reichen Rahm sorgen. Auf Brot verfüttert, soll es die Fruchtbarkeit der Rinder erhöhen.
Johann Wolfgang Goethe verhalf dem Brocken mit seinem Faust
zum Ruhm:
Die Hexen nach dem Blocksberg ziehn ... Zum Brocken zieht der wilde Hauf
.
Heute feiern rund um und im Nationalpark auf dem Brocken 100.000 Menschen
diese Nacht in entsprechender Verkleidung mit tollem Treiben.
Bauernregeln:
Ist die Hexennacht voll Regen / wird's ein Jahr mit reichlich Segen.
Regen auf Walpurgisnacht / hat stets ein gutes Jahr gebracht.
Um Walpurgis tut es wirken, / es fährt der Saft ein in die Birken.
Walpurgisfrost / ist schlechte Kost.