Ökumenisches Heiligenlexikon

Wardo
eigentlich: Gerhard Quadro
auch: Famianus

Gedenktag katholisch: 8. August
nicht gebotener Gedenktag im Zisterzienserorden: 9. August

Name bedeutet: W = Q: der Vierte (latein.)
G: der Speerstarke (althochdt.)
F: der Berühmte (latein.)

Einsiedler, Mönch
* um 1090 in Köln in Nordrhein-Westfalen
† 8. August 1150 in Gallese am Tiber in Italien

Kartenskizze Kartenskizze Kartenskizze

Gerhard Quadro verschenkte sein Erbe, unternahm im Alter von 22 Jahren längere Pilgerfahrten nach Italien und Spanien und lebte dann rund 25 Jahre als Einsiedler in S. Plácido im Norden von Spanien. Um 1144 schloss er sich dem neu gegründeten Zisterzienserorden in Osera de Ebro an. Auf der Rückreise von einer Wallfahrt ins Heilige Land starb er.

An Wardos Grab in Gallese sollen sich viele Wunder ereignet haben, deshalb erhielt er den Namen Famianus. Sein Leib ist bis heute unverwest.

Kanonisation: Schon vier Jahre nach seinem Tod wurde Wardo als der erste aus dem Zisterzienserorden heiliggesprochen.
Attribute: im Pilgerkleid, mit Stab Wasser aus einem Stein schlagend, mit Petrus und Paulus.


Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. XVII, Herzberg 2000
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