Ökumenisches Heiligenlexikon

Werburg von Hanbury
auch: von Chester, von Ely

Gedenktag katholisch: 3. Februar

Name bedeutet: die verteidigende Schützerin / aus dem Stamm der Warnen (althochdt.)

Äbtissin in Ely, Hanbury und Threckingham
† um 699 in Threckingham in Lincolnshire (?) in England

Kartenskizze

Werburg, Tochter von König Wulfhere von Mercien und Prinzessin Ermenild von Kent, wurde Nonne in Minster auf der Insel Sheppey und wahrscheinlich Äbtissin in Ely. Ihr Bruder, König Æthelred von Mercien, machte sie zur Äbtissin über alle Klöster seines Landes, darunter in Hanbury und Threckingham. Schon zu ihren Lebzeiten wurden ihre Frömmigkeit und Wunderkraft gepriesen.

Werburg wurde in Hanbury in Staffordshire begraben. Ihr Leichnam wurde von König Ceolred von Mercien um 713 erhoben, dann wohl zum Schutz vor den einfallenden Dänen um 875 nach Chester überführt, dort wurde ihr Reliquienschrein während des ganzen Mittelalters Ziel von Pilgern. Die Reliquien wurden unter Heinrich VIII. vernichtet, der prachtvolle Sarkophag in der Kathedrale von Chester bleib erhalten. Lebensgeschichten wurden im 11. und 12. Jahrhundert verfasst.

Patronin von Chester

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• Chronik für Windows 5.11 - http://www.chronik.ch

• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 10. Herder, Freiburg im Breisgau 2001