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Wikterp (Mitte) mit Rasso von Andechs
(links) und Narcissus von Gerona
(rechts), Statuen in der Pfarrkirche
in Epfach ![]()
Wikterp war der erste geschichtlich gesicherte Bischof von Augsburg,
erwähnt erstmals um 738 unter dem Namen Uiggo / Wiggo
in einem Schreiben von Papst
Gregor III. an die Bischöfe in
Alemannien und Bayern. Wikterp machte sich verdient um die Glaubensverkündigung
im Allgäu: er unterstützte Magnus
und seinen Nachfolger im Bischofsamt, Tozzo,
indem er für deren Arbeit Missionare aus St.
Gallen erbat. Um 740 war er an der Gründung und Weihe des Klosters
Benediktbeuren
beteiligt, 741/742 weihte er die von Magnus in Waltenhofen
erbaute Kirche und stattete sie mit Besitz aus. Kurz darauf weihte er auf Bitten
der Missionare eine Kirche in Kempten
- er gilt als Mitbegründer der Stadt, denn das römische Cambodunum war völlig
zerfallen. Um 753 schenkte König Pippin der Jüngere auf Bitten von Wikterp und
seines Bruders Karlmann der von
Magnus in Füssen gegründeten Klosterzelle
Güter.
Kirche St. Mang
in Kempten im Allgäu, erbaut 1426 an der Stelle des Vorgängerbaus aus dem 8. Jahrhundert
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Möglicherweise amtierte Wikterp auch als Bischof von Neuburg an der Donau. Er starb in Epfach, wo er sich die meiste Zeit aufgehalten hatte, und wurde zunächst dort bestattet. Epfach lag verkehrsgünstig an der Kreuzung der alten Römerstraße Via Claudia - von Augsburg über Füssen nach Trient - und der Via Salina - von Salzburg über Kempten zum Bodensee - und bewahrte noch Spuren der römischen Vorgängersiedlung Abodiacum, an deren Stelle Wikterps Kirche stand - heute die Kapelle St. Lorenz. Wikterps Gebeine wurden 1489 in die Kirche St. Ulrich und Afra nach Augsburg überführt.
In Epfach ist eine Straße im Neubaugebiet nach Wikterp benannt.
Rekonstruktion der direkt am Lech gelegenen römischen Befestigung und der
Kapelle
St. Lorenz in Epfach im 4. Jahrhundert, im Hintergrund römische Ausstellungsstücke;
im Museum Abodiacum, getragen von den Vereinen von Epfach, nahe der Pfarrkirche
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Attribute:
Nachts eine Kirche bauend
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon