Gedenktag katholisch: 29. Mai
nicht gebotener Gedenktag im Dominikanerorden
Name bedeutet: Wille und Schutz (althochdt.)
Der Dominikanermönch Guillaume Arnaud wurde Anfang 1234 auf Vorschlag seines Ordensprovinzials vom Beauftragten des Papstes, Erzbischof Johannes von Vienne, zum Leiter der Inquisition in den Diözesen Cahors und Toulouse ernannt; sie hatte v.a. die Bekämpfung der Albigenser zur Aufgabe. 1235 wurde er wegen seines brutalen Vorgehens samt seinen Mitarbeitern aus Toulouse vertrieben.
Papst Gregor IX. setzte Arnauds Rückkehr durch; ihm wurde nun Stephan von St-Thibery zur Seite gestellt. Im Schloss des Statthalters des Grafen Raimund VII. von Toulouse wurden Arnaud, Stephan und neun weitere Mitglieder des Gerichts von Rittern aus der Burg Montségur getötet: Mit ihnen starben die Kanoniker Bernard de Roquefort, Garcia d'Aure, Raimond Carbonier, Raimond de Cortisan (genannt Escriban) und die KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. Bernard, Pierre d'Arnaud, Fortanerius, Ademarus sowie der Prior des Klosters in Avignonet, dessen Namen unbekannt ist.
Kanonisation:
Papst Innozenz IV anerkannte 1243 das Martyrium von Guillaume Arnaud und seinen
Gefährten, vollzog aber keine Heiligsprechung. Erst 1866 bestätigte Papst Pius
IX. ihre Verehrung.