der Große
Gedenktag katholisch: 10. Februar
nicht gebotener Gedenktag im Orden der Augustiner-Eremiten: 23. Oktober
Name bedeutet: Wille und Schutz (althochdt.)
Altarbild von Simone Wobrek, 1566, in der Kirche di Santo Agostino in Palermo

Wilhelm, auch der Große
genannt, ließ sich nach ungebundenem Jugendleben
in eine nicht abnehmbare Rüstung einschmieden und pilgerte mit darüber gelegtem
Bußgewand 1145 nach Rom,
ins Heilige Land und nach Santiago
de Compostela. Nach seiner Rückkehr ließ er sich 1153 in der Einöde von
Malavalle - einem oberhalb von Castiglione
della Pescaia gelegenen Bergtal - nieder, führte ein sehr strenges
Asketenleben und versuchte vergebens, die Einsiedlergemeinschaften in der
Toskana
zu reformieren.
Nach Wilhelms Tod entstand in Malavalle eine Eremitengemeinschaft, der Wilhelmiten-Orden, der sich der Krankenpflege widmete. Nachdem Papst Gregor IX. die Befolgung der Benediktinerregel und eigener, am Vorbild der Zisterzienser ausgerichteter Regeln vorgeschrieben hatte, inkorporierten sie zahlreiche reformbedürftige mittelitalienische Benediktinerklöster.
Kanonisation:
Bereits in den 70-er Jahren des 12. Jahrhunderts bat Bischof Martin von Grosseto
Papst Alexander III., Wilhelms
Verehrung zu gestatten. Aber erst Papst Innozenz III. sprach Wilhelm 1202 heilig.
Patron
der Klempner
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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