Der Welt-Alphabetisierungstag wird seit 1966 von der UNESCO jedes Jahr am 8. September begangen. Die hohe Rate an Analphabeten - man schätzt weltweit 862 Millionen Menschen, die nicht Lesen und Schreiben können, zwei Drittel davon sind Frauen - soll geändert werden. Denn Hand in Hand mit einem niedrigen Bildungsniveau gehen auch hohe Geburtenraten, Chancenlosigkeit am Arbeitsmarkt und ökonomische Abhängigkeit gerade von Frauen.
Das Weltbildungsforum der Vereinten Nationen in Dakar
hat im Jahr 2000 die Dekade von von 2003 bis 2012 als Weltalphabetisierungsdekade
ausgerufen. Vorgesehen ist, allen Kindern bis zum Jahr 2015 den Zugang zu
kostenfreier Grundschulbildung zu ermöglichen sowie die Zahl der erwachsenen
Analphabeten um die Hälfte zu verringern.
Auch in Deutschland können rund vier Millionen Menschen, 6,3% der
Bevölkerung, nicht richtig lesen und schreiben. Sie werden als funktionale
Analphabeten
bezeichnet.
Ein
Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Volkshochschul-Verbandes und des
Bundesverbandes für Alphabetisierung bietet auf einem Internetportal
einen Kurs, mit dem man kostenlos Lesen, Schreiben, Englisch und Rechnen
lernen kann.
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