Seit Jahren gibt es in vielen Ländern und Regionen Flüchtlingstage oder -wochen. Das bekannteste Beispiel ist der Afrika-Flüchtlingstag, der in mehreren Ländern am 20. Juni begangen wurde.
Als Ausdruck der Solidarität mit Afrika, das die meisten Flüchtlinge aufgenommen hat und das traditionell eine besondere Großzügigkeit im Umgang mit Flüchtlingen praktiziert, wurde im Jahr 2000 von der UN-Vollversammlung einstimmig eine Resolution angenommen, die den 20. Juni jeden Jahres als Weltflüchtlingstag festlegt.
Caravaggio: Die sieben Werke der Barmherzigkeit, 1607 in der Kirche Pio Monte
della Misericordia in Neapel.
Caravaggio war selbst 1606 als Flüchtling nach
Neapel gekommen. Die rechte Szene mit der Darstellung der Caritas Romana nach
Boccaccios Historiensammlung zeigt die Bestattung der Toten, den Besuch bei
Gefangenen und die Speisung der Hungernden; daneben heißt Jakobus
einen Fremden willkommen und beherbergt ihn; vorn kleidet Martin
einen nackten Mann; der junge Mann dahinter sorgt sich um Kranke; Durstige
werden getränkt, indem Samson trinkt. 
Wichtiger Bestandteil der Veranstaltungen zum Weltflüchtlingstag ist die Verleihung des Nansen-Flüchtlingspreises. Diese fast 50 Jahre alte Auszeichnung, die bisher als Nansen-Medaille bekannt war, ist nach dem norwegischen Polarforscher Fridtjof Nansen benannt. Er wurde 1921 vom Völkerbund, dem Vorgänger der Vereinten Nationen, zum ersten Hohen Flüchtlingskommissar ernannt. Der Preis, der aus einer Medaille und einem Betrag von 100.000 Dollar besteht, wird jedes Jahr an eine Person oder Gruppe verliehen, die einen herausragenden Beitrag für Flüchtlinge geleistet hat. Zu den ausgezeichneten Persönlichkeiten der jüngeren Vergangenheit gehört der Tenor Luciano Pavarotti.
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