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Das 4. ökumenische Konzil wurde vom oströmischen Kaiser Markian auf Bitte von
Papst Leo I. einberufen nach
Chalkedon - dem heutigen Stadtteil Kadıköy
in Ìstanbul -, um die Beschlüsse der Räubersynode
von Ephesus im Jahr 449
wieder aufzuheben und die Kontroverse um den Monophysitismus
zu beraten. An die 600 Bischöfe nahmen an den 17 Sitzungen teil, die zwischen dem 8. Oktober und 1.
November 451 abgehalten wurden.
Das Konzil verurteilte den Monophysitismus,
der von der Räubersynode
anerkannt worden war. Die Definition des Konzils, die
sich auf Papst Leos Formulierungen in
einem Brief an Flavian von Konstantinopel,
sowie auf die Synodalbriefe des Cyrill
von Alexandria an Nestorios, den Begründer des Nestorianismus
gründete, legte fest, dass Jesus
Christus sowohl eine göttliche als auch eine menschliche Natur besitze, die
untrennbar voneinander seien.
Das Konzil verkündete darüber hinaus 27 kirchenrechtliche Vorschriften, welche die kirchliche Disziplin und Hierarchie sowie das geistliche Verhalten regelten, und die alle von der Westkirche angenommen wurden. Von der Kirche des Westens abgelehnt wurde dagegen die 28. Vorschrift, die dem Bischof von Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - den Titel eines Patriarchen und damit einen Status gleich dem des Papstes von Rom verlieh.
Die orthodoxe Kirche erinnert an das Konzil mit einem eigenen Gedenktag für die Väter dieses 4. Ökumenischen Konzils und ebenso an das durch Euphemia geschehene Wunder, durch das die Orthodoxie bekräftigt wurde.
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