Ökumenisches Heiligenlexikon

Vier heilige Marschälle

Die vier heiligen Marschälle gelten als eine Ergänzung der 14 Nothelfer. Es sind Mönchsvater Antonius der Große, Bischof Hubertus von Lüttich, Papst Cornelius und Quirinus von Neuss. Sie werden in persönlichen Nöten angerufen, speziell auch bei pestartigen Seuchen, und sind vor allem in der Gegend heimisch, in der die vier Wallfahrtsorte angesiedelt sind: Antonius in Köln, Hubertus in Saint-Hubert in den Ardennen, Cornelius in Aachen und Qurinius in Neuss.

Wie die Marschälle an Fürstenhöfen, empfand man sie als Gott besonders nahe stehende himmlische Sachwalter, deshalb für Fürbitten als besonders hilfreich. Die Bezeichnung heilige Marschälle tritt in einer Urkunde von 1478 zum ersten Mal auf, wobei berichtet wird, dass ihre Verehrung schon lange bekannt sei. Verehrung und Darstellungen verlieren sich wieder zum Ende des 17. Jahrhunderts.

Patrone gegen pestartige Seuchen







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